BREMEN - Bremen will mit einer großen Entwässerungsanlage künftig das Regenwasser von der Bürgerweide auffangen. Dabei geht es um eine Fläche von insgesamt 40 000 Quadratmetern.
Statt in den Mischwasserkanal wird das Regenwasser nun in den Hollersee und anschließend in den Torfhafen geleitet. Damit soll das Bremer Kanalsystem erheblich entlastet werden. Zudem verbessert sich die Wasserqualität im Torfhafen, was der historischen Torfschifffahrt und dadurch auch dem Tourismus im Stadtteil zugute kommt. Gestern nahm Umweltsenator Reinhard Loske (Grüne) den „Bodenfilter Bürgerweide“ an der Gustav-Deetjen-Allee offiziell in Betrieb.
Der Bodenfilter, so heißt es, sei der letzte Baustein eines ehrgeizigen Gesamtvorhabens. Bei dem ökologischen und städtebaulichen Projekt ist in vielen Teilschritten insgesamt fünf Jahre lang geplant und gebaut worden.
Die Kosten betragen insgesamt rund 600 000 Euro. Die Finanzierung erfolgt durch EU-Mittel der Projekte „River Links“ und „Canal Link“, Mittel aus der Abwasserabgabe sowie durch Abwassergebühren.
Auf Bremer Seite zogen die Entsorgungsbetriebe, die Kanalbauer von „Hansewasser“, die Planer von Stadtgrün und der Bürgerparkverein an einem Strang, heißt es. „Ein klasse Projekt, das gut ist für die Umwelt und den Stadtteil. Selten gibt es solche Vorhaben, die auf derart einvernehmliche Unterstützung aller beteiligten Stellen stoßen“, sagte Senator Loske.
