Bremen - Wenn Sascha Gutzeit seinen Kommissar Engelmann ermitteln lässt, entführt er seine Gäste in die Zeit, als die Telefone Wählscheiben hatten, Pril-Blumen in den Küchen blühten, und es nur drei Fernsehprogramme gab. „Straßenfeger“ hielten die Zuschauer in Atem, „Percy Stuart“ (mit dem Bremer Claus Wilcke und Horst Keitel in den Hauptrollen) flimmerte über die Mattscheibe, und Dauerbrenner wie „Tatort“ (mit Walter Richter als Kommissar Paul Trimmel) sowie „Polizeiruf 110“ (im DDR-Fernsehen) gingen erstmals auf Sendung. Im Rahmen des Bremer Krimifestivals „Prime Time – Crime Time“ präsentiert der Autor, Schauspieler, Sänger und Entertainer am Mittwoch, 20. September, in der Zentralbibliothek, Am Wall 201, seine nostalgische Krimi-Kabarett-Leseshow „Kommissar Engelmann ermittelt“.
„Die Show ist eine liebevolle Hommage an die Krimis der 60er und 70er Jahre“, sagt Gutzeit. Er schlüpft in die Rolle seines Kripobeamten vom alten Schlag, der in Hut und Trenchcoat und mit einem Faible für Cognac im Dienst einer Krimiserie von früher entsprungen sein könnte. Und während Gutzeit aus den schrägen Fällen seines Retro-Ermittlers spielt und liest, trällert er auch so manchen, dem Kommissar auf den Leib geschriebenen, Song. „Auch alle weiteren Figuren lässt Gutzeit mit stimmgewaltigem Körpereinsatz und facettenreicher Mimik lebendig werden“, heißt es. Zusätzlich hantiert er mit Requisiten und spielt gefährliche Geräusche aus einem Kofferradio ein – so als handele es sich um ein Hörspiel.
Die Veranstaltung am kommenden Mittwoch beginnt um 20 Uhr im Wall-Saal der Zentralbibliothek. Der Eintritt kostet fünf Euro.
