BREMEN - BREMEN/ JE - Mit zwei Gedenkveranstaltungen erinnert die Heinrich-Böll-Stiftung in dieser Woche in Bremen an die „Tragödie des ältesten Christenvolkes der Welt“, den Völkermord an den Armeniern vor 90 Jahren, und an den furchtlosen deutschen Schriftsteller, Juristen, Sanitätsoffizier und Friedenskämpfer Armin T. („Theophil“) Wegner.

Den Auftakt bildet heute Abend um 20 Uhr eine Lesung mit dem Schauspieler Sebastian Dominik und dem Literaturwissenschaftler Martin Rooney unter dem Titel „Weg ohne Heimkehr. Armin T. Wegner und der Völkermord an den Armeniern“ im Forum Kirche, Hollerallee 75. Am Freitag, 22. April, um 19.30 Uhr folgt in der Galerie Plantage 13 ein Vortrag des Schriftstellers Ralph Giordano zum Thema „Der vergessene Völkermord“.

Rückblick: Am 24. April 1915 veranlasst die Regierung der osmanischen Türkei die Verhaftung, Deportation und Ermordung armenischer Intellektueller. Das ist der Auftakt des Genozids an den Armeniern, dem nahezu die gesamte westarmenische Bevölkerung in Anatolien zum Opfer fallen wird. Der deutsche Schriftsteller Armin T. Wegner wird zum Augenzeugen des Völkermords. Er prangert die Verbrechen unter anderem in seine Werken an.