Bremen - Der Car-Sharing-Anbieter „Cambio“ will seine Strategie in Bremen ändern und plant für den Sommer die Einführung des sogenannten Free-Floating-Systems. Bislang konnten Kunden Autos nur an vorgegeben Stationen abholen und mussten diese dort auch wieder abstellen. Mit der Neuerung können Fahrzeuge nun frei geparkt werden, die Gebiete dazu sind aber begrenzt, informierte das Unternehmen am Donnerstag.
112 „Cambio“-Stationen in Bremen und näherer Umgebung zählt das Unternehmen, rund 13 800 Kunden nutzen das Angebot bereits. Ab Sommer soll der Kundenstamm durch das neue Angebot auf mehr als 20 000 Menschen ansteigen, sagte Kerstin Homrighausen, Geschäftsführerin von „Cambio“ Bremen. Insgesamt 50 neue Autos zusätzlich will das Unternehmen für Bremen anschaffen, zurzeit stehen 380 Wagen zur Verfügung.
Das neue System sei dabei als Zusatzoption zum bisherigen Mietsystem zu verstehen, nur so könnten die Synergieeffekte voll ausgespielt werden, sagte Joachim Schwarz, Geschäftsführer der „Cambio“-Gruppe. Trotz der relativ geringen Zahl von 50 neuen Autos sei man optimistisch, dass noch mehr Menschen auf ihren Privatwagen verzichten und auf ein „Cambio“-Gefährt umsteigen.
Die Autos sollen über eine App oder vor Ort an Automaten buchbar sein. Auch die Preise würden gleich bleiben, versicherte Homrighausen. Die Zone, in der die Fahrzeuge abgeholt und frei abgestellt werden können, ist jedoch beschränkt. So erstreckt sich das Areal zunächst nur auf Walle, Findorff, Schwachhausen, Östliche Vorstadt und Neustadt. In der Innenstadt stünden kaum frei zugängliche bzw. kostenfreie Parkplätze zur Verfügung, in der Überseestadt gebe es kaum Bedarf.
