• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Bremen

Straßenbahnlinie 1 soll verlängert werden

15.12.2017

Bremen Die Straßenbahnlinie 1 soll durch Huchting verlängert werden. Irgendwann womöglich. Die Pläne für eine 3,7 Kilometer lange Neubaustrecke von der jetzigen Endhaltestelle am Roland-Center über Willakedamm, einen Abschnitt der Bremen Thedinghauser Eisenbahn (BTE) und die Heinrich-Plett-Allee bis zur Brüsseler Straße nach Mittelshuchting kursieren seit zwölf Jahren. Und werden heftig diskutiert.

Jetzt hat die Bürgerinitiative gegen den Ausbau nachgelegt. Sie hat ein neues Gutachten erstellen lassen, mit dem die „Standardisierte Bewertung“ des Bundes aus dem Frühjahr angezweifelt wird. Die war im April vorgelegt worden und stufte die Verlängerung zur Freude des Bremer Bauressorts als verkehrspolitisch und wirtschaftlich sinnvoll ein. Senator Joachim Lohse (Grüne) sprach von einem Quantensprung. Damit sei der Weg frei für die Millionen-Förderung, denn der Bund trägt 90 Prozent der Kosten.

Jürgen Deiters, emeritierter Professor für Wirtschaftsgeographie an der Uni Osnabrück, rechnet anders. Er kommt in seinem neuen Gutachten für die Huchtinger-Initiative zu dem Ergebnis, dass der zu erwartende Fahrgastzuwachs zwischen Huchting und der City nur bei 40 Prozent liegt. Nur zwei Drittel der Fahrgäste der jetzigen Ring-Buslinie, die ab Roland-Center die Linie 1 nutzen, würden von der Durchbindung der Tram profitieren. Das mindere den Nutzen des Vorhabens.

„Die Ausbauplanung geht von falschen Voraussetzungen aus“, sagt dazu Martin Danne von der Huchtinger Initiative. Die FDP schlägt in dieselbe Kerbe. „Der Senat rechnet sich seine Prestigeprojekte schön“, sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Magnus Buhlert. Der rot-grüne Senat solle die Notbremse ziehen.

Die Straßenbahnpläne liegen derzeit zumindest auf Eis. Im September hat der Senat beschlossen, die Mittel für den beschlossenen Ausbau der Linien 1 und 8 erst freizugeben, wenn dafür Baurecht vorliege. SPD-Faktionschef Björn Tschöpe sagte: „Das ist ein Sperrvermerk.“

Eine Crux in dem 90 Millionen Euro teuren Gesamtpaket ist die 9,6 Kilometer lange Verlängerung der Linie 8 vom Roland-Center über Moordeich, Stuhr und Brinkum bis nach Weyhe. Grund ist eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Lüneburg vom August, wonach der neue Abschnitt auf falscher Grundlage geplant worden sei. Das Gericht hat gegen die Entscheidung keine Revision zugelassen. Mithin müsste das Planverfahren neu aufgerollt werden. Und das kann dauern.

Stuhr und Weyhe haben im November beim Bundesverwaltungsgericht eine Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt. Sie wollen, dass eine Revision gegen das Urteil doch möglich ist.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.