BREMEN - Vom Pilotprojekt zum verkehrspolitischen Vorzeigeobjekt: Für seine 25-jährige Erfolgsgeschichte wurde das Güterverkehrszentrum Bremen (GVZ) im Rahmen des Bremer Logistiktags am Donnerstagabend in Bremerhaven mit dem Kieserling-Logistikpreis ausgezeichnet.
Beispielhafter Standort
„Mit seinem Flächenangebot, seiner trimodalen Anbindung und seiner Beschäftigungswirkung ist das GVZ Bremen beispielhaft für den Logistikstandort“, sagte Jörg Hennerkes, Leiter des Kompetenzzentrums Logistik.
Und dabei begann alles ganz unscheinbar: 1985 schlossen sich mitten im Bremer Niedervieland sechs Logistikunternehmen in einem bundesweiten Pilotprojekt zusammen. Ihr Ziel: den Verkehrsträger Schiene verstärkt für den Güterverkehr zu nutzen.
Anfangs kontrovers diskutiert, hat sich das Güterverkehrszentrum Bremen mittlerweile zum erfolgreichsten Projekt seiner Art in ganz Deutschland entwickelt. Mit 150 Unternehmen und über 8000 Fachkräften ist das Bremer GVZ eine bedeutende Drehscheibe und damit einer der bundesweit wichtigsten Gewerbestandorte. Für viele habe diese geballte Logistikkompetenz Vorbildcharakter, sagte Hennerkes.
In Europa belegt Deutschlands erstes Güterverkehrszentrum Platz zwei und gehört damit eindeutig zur Spitzenklasse seiner Art. Und das nicht nur wegen seiner vergleichsweise hohen Beschäftigungszahlen. Auch seine umfangreichen Flächenoptionen, nämlich rund 500 Hektar, für Unternehmen in den Bereichen Logistik, Transport, Umschlag, Lagerung und Dienstleistung zeichneten das GVZ aus.
Große Auszeichnung
Der Kieserling-Logistikpreis wurde in diesem Jahr bereits zum fünften Mal für außergewöhnliche Leistungen auf dem Gebiet der Verkehrswirtschaft und Logistik verliehen. Die Kieserling Stiftung verfolgt das Ziel, Wissenschaft und Forschung sowie Bildung und Erziehung mit dem inhaltlichen Schwerpunkt Verkehrswirtschaft und Logistik zu fördern.
