BREMEN - Das Sozialgericht Bremen ist im Umbruch: Nachdem im Jahr 2009 die Zahl der Klagen und Eilanträge um 179 Prozent zugenommen hatte, ist diese Zahl 2010 um rund sieben Prozent gestiegen. „Ebbe ist nicht in Sicht“, sagt die Direktorin des Sozialgerichts, Renate Holst. Im vergangenen Jahr sind beim Sozialgericht 4712 Klagen und Eilanträge eingegangen, ein großer Teil davon (56 Prozent) aus dem Bereich des Sozialgesetzbuches („Hartz IV“). Das Sozialgericht sei im Jahr 2010 personell weiter verstärkt worden, so Direktorin Holst. Es seien inzwischen 14 Richter am Sozialgericht tätig, ferner 21 Mitarbeiter.