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NWZonline.de Region Bremen

Krimi-Schwank mit Filmklischees

27.02.2019

Bremen „Sie sind alle verdächtig. Bitte bleiben Sie auf Ihren Plätzen.“ Inspektor Martin spricht das Publikum direkt an. Das taten die 160 Zuschauer bei der Premiere von „Die Tür mit den sieben Schlössern“ nach Edgar Wallace im Bremer Kriminaltheater gerne.

Die Schaffnerin muss die Leiche durchsuchen, denn der Inspektor zieht es vor, sich dem Publikum direkt zu widmen. Er scheint etwas neben sich zu stehen. Gut so, Kaiser trifft die Rolle hervorragend, denn Martin sieht sich selbst primär als Krimischreiber, immerhin mit mehreren Bestsellern, und als Selbstdarsteller. Die Schaffnerin findet eine Kette, an der wohl mal ein Schlüssel hing.

In der 29. Inszenierung nimmt sich die Bremer Bühne erstmals Edgar Wallace’ an und zeigt eine lustige Bühnenfassung des Wallace-Romans, der 1962 verfilmt wurde. Die Theaterfassung nimmt sich viele Freiheiten gegenüber der Vorlage, bietet einen kurzweiligen Krimi-Schwank. Die Inszenierung nimmt viele Klischees aus den alten Wallace-Filmen aufs Korn. Zudem beeindrucken die Darsteller durch eine große schauspielerische Flexibilität. „Es war toll. Das Kriminaltheater ist immer gut und überraschend“, sagt Sabine Lohwasser (50) aus Rastede nach der Aufführung.

Die Ausgangslage: eine Mordserie in London, drei Tote binnen weniger Tage. Die drei Opfer besaßen jeweils einen von sieben Schlüsseln, die der verstorbene Lord Selford vor seinem Ableben verschickt hatte. Damit schweißte er eine Erbengemeinschaft zusammen, in der jeder für seinen eigenen Vorteil über Leichen zu gehen bereit ist.

„Was ist wahr? Wissen wir genug? Wissen wir zu viel? Zu wenig?“, fragt Martin ins Publikum. Kaiser spielt aber auch eine ganz andere Rolle: den brav gewordenen Tresorknacker Lew Pheeney, im Film von Klaus Kinski dargestellt, so verängstigt, dass er die Wohnung des Inspektors nicht verlassen will.

Pheeney sollte sieben Schlösser an einer Grabkammertür öffnen und ist sicher, hätte er die Tür geknackt, hätte er das nicht überlebt. Bibliothekarin Sybill (Franziska Mencz), die ihm aus der Kriminalität half, soll mit ihm zu Scotland Yard gehen. Er will davon erzählen. Doch dazu kommt es nicht. Pheeney wird in den Räumen von Scotland Yard ermordet. Sybill muss die Leiche identifizieren.

Martin Leßmann spielt mit Dr. Skaletti mustergültig die Rolle des wahnsinnigen Wissenschaftlers, meist in Begleitung von Ann (Christian Aumer), einer kräftigen, zunächst stummen Frau, die er behandelt hat, um sie zu „Höherem“ zu führen. Als Emil ist Leßmann dagegen der treue Sekretär von Inspektor Martin, stets bemüht, seinen Chef bei den Ermittlungen zu halten.

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