BREMEN - BREMEN - „Was ist eigentlich Glück?“ diese Frage stellt Qi-Gong-Lehrer Cornelius Hennings am Sonnabend während der Vortragsreihe „Wissen um 11“ im Haus der Wissenschaft in den Raum.

„Glück ist immer ganz einfach und ganz direkt“, löst er die Frage auf und verzichtet deswegen auf Videoprojektor, Vorfilm oder Animationen. „Bei uns in Deutschland oder der westlichen Welt führen wir als Glück häufig Gesundheit, Freude oder Erfolg an. Laut chinesischen Glücksforschern ist es jedoch die Gesamtlebenssituation, die als Glück empfunden wird“, fährt der junge Referent aus Osnabrück fort. Dieses Glück bedeute kein sorgenfreies Leben, sondern ein neues Grundgefühl, und dieses könne man trainieren.

„Ohne Probleme sein, ist fast wie tot sein“, habe sein Lehrer, der chinesische Qi-Gong-Großmeister Dan Gong Xiong, gesagt. Der Großmeister habe Hennings gelehrt, sein eigenes Gleichgewicht zu finden. Immer wieder brachte er seinen Schüler aus der Balance, um dessen Fähigkeit, sein Gleichgewicht in problematischen Situationen zu behalten oder wiederzuerlangen, zu stärken. Qi Gong, die fernöstliche Bewegungsart, öffne so den Weg zu einem neuen Lebensgefühl.Ärger, Wut oder Besorgnis würden nicht verdrängt, doch der Schwerpunkt der Gefühle verlagere sich. „Mit fünf Übungen des Wudang Qi Gong kann man das Glück fühlen und vertiefen“, sagt Hennings. Die Bewegungen würden auch in der Chinesischen Medizin angewandt.

Um Qi Gong zu erlernen sei es übrigens nie zu spät, lachte Hennings, denn das empfohlene Einstiegsalter liege bei 40 Jahren.