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NWZonline.de Region Bremen

Virtuelle Rätsel und Schreckmomente

27.04.2019

Bremen Videospiele in der virtuellen Realität (Virtual Reality, VR) kommen für den Heimgebrauch immer mehr in Mode. In Bremen hebt Sebastian Waack (36) das virtuelle Spiele-Erlebnis nun auf die nächste Stufe. Am Freitag, 3. Mai, eröffnen er und sein Team das „VR Center Bremen“ – und NWZ-Reporter Claus Hock hat das Angebot getestet.

Vorweg ein Geständnis: Ich bin eher so der Zwischendurch-Zocker und mit Virtual-Reality-Brillen habe ich bislang keine Erfahrungen. Aber die Grundprinzipien von Videospielen habe ich seit dem Amiga 500 trainiert und verstanden. Das erste Mal die HTC-Brille auf dem Kopf zu haben, war aber dennoch ungewohnt. Aber: Man gewöhnt sich schnell dran.

Spiel 1: Cold Clash

Ich fange im Arcade-Bereich an. Hier gibt es mehrere Spiele für verschiedene Altersklassen zur Auswahl. Die Spielzeit beträgt je nach Wahl fünf oder 15 Minuten. Zusammen mit drei anderen wage ich mich in die winterliche Welt von Cold Clash.

Die Aufgabe: Pinguine, bzw. die Kisten, die sie tragen, mit einer Schneeballkanone abschießen und Münzen sammeln. Außerdem noch das eigene Gefährt, eine Art Schlitten-Hütte, über das Eis bewegen und den Geschossen des Yetis ausweichen.

Ganz ehrlich: Es dauert etwas, bis ich mich daran gewöhne, dass das Spiel mehr als nur meine Kopf und Handbewegungen registriert. Ducken und nach links und rechts gehen – soweit es das Spiel zulässt – ist für „Couch-Gamer“ wie mich eher ungewohnt. Deswegen werde ich wahrscheinlich auch ständig getroffen und lande auf dem letzten Platz.

Fazit: Perfekt für Familien und Kinder ab zwölf Jahren. Für Anfänger geeignet.

Spiel 2: Groove Guardians

Nach diesem Einstieg werden meine Mitspieler und ich ins nächste Spiel geworfen: Groove Guardians. Hier geht es darum, im Takt der Musik Bälle zu zerschlagen, Strahlen abzuwehren und Hindernissen auszuweichen.

Schon nach den ersten paar Takten werden die Gespräche über die aufgesetzten Headsets weniger. Im Spiel stehen wir auf einer Art Plattform im Weltall, es ist bunt, hektisch. Jemand sagt über die Sprechfunkverbindung, dass das Fitnessstudio nach diesem Spiel für heute erledigt ist. Wie recht er hat. Kurz frage ich mich, wie unsere Tanzbewegungen wohl für Außenstehende aussehen, aber zwischen dem Schlagen, Blocken und Ausweichen bleibt nicht wirklich Zeit für solche Gedanken.

Fazit: Erster Platz! Schweißtreibend! Das uneheliche Kind von Dance-Dance-Revolution und Donkey Konga! Unbedingt spielen!

DAS VR Center BRemen

Die Eröffnung findet am Freitag, 3. Mai, um 14 Uhr statt. Ab dann gelten folgende Öffnungszeiten: mittwochs und donnerstags von 16 bis 22 Uhr, freitags und samstags von 14 bis 23.45 Uhr sowie sonntags von 14 bis 22 Uhr. Montags und dienstags bleibt das VR Center geschlossen.

Die Arcade-Spiele Cold Clash, Simurai, Groove Guardians und Zombyte stammen vom Hersteller Hologate. Die Spiele können nicht für zu Hause heruntergeladen, sondern nur in Einrichtungen wie dem VR Center gespielt werden. Die eingesetzten Brillen stammen alle von HTC.

Das beste Spielerlebnis gibt es in Vierer-Gruppen. Spielzeit kann ab zwei Personen gebucht werden. Fünf Minuten kosten hier 7 Euro pro Person. Vierergruppen zahlen hingegen für 30 Minuten Spielzeit (Arcade) 80 Euro insgesamt oder 120 Euro für 44 Minuten Exit-Game.

Gebucht werden sollte im Vorfeld des Besuchs.

Mehr Infos und Reservierung unter vr-bremen.de

Spiel 3: Huxley

Nach dem Arcade-Bereich geht es in einen separaten Raum. Hier steht ein virtuelles Exit-Spiel, also ein Escape Room, auf dem Programm. Die Unterschiede zu den Arcades liegen vor allem in der höheren Bewegungsfreiheit.

Ich bin zusammen mit einem anderen Spieler im gleichen Raum, zwei weitere sind einen Raum weiter. Im Spiel erkenne ich den auch physisch anwesenden Spieler an einer leicht anderen Farbe und an seiner Figur. Trotzdem stoßen wir ab und an etwas aneinander.

Das liegt aber vor allem daran, dass uns die Welt von „Huxley“ schnell in Beschlag nimmt. Die heruntergekommene und gruselige Raumstation wartet mit verschiedenen Aufgaben auf. Die Steuerung läuft schnell und zuverlässig. Kommunikation ist, wie auch bei Escape Rooms im echten Leben, unerlässlich.

Fazit: Die Spielzeit von 44 Minuten geht viel zu schnell rum – vor allem, weil ich ständig versucht bin, die Möglichkeiten des Spiels zu testen: Kann ich meinen Mitspielern den Rucksack klauen? (Nein!) Kann ich Dinge durch die Gegend werfen? (Ja!) Kann ich erschrocken wegspringen, weil sich plötzlich was bewegt? (Ja!) Aber die Aufgaben sind auch spannend und abwechslungsreich.

Extra: Zombies!

Als kleines Schmankerl nach den offiziellen Tests wage ich mich noch in die Welt von Zombyte, das einzige FSK 16 Spiel im VR Center.

Fazit: Ducken! Fluchen! Erschrecken! Ohne stete, meist panische Kommunikation mit den Mitspielern ist man schneller Zombiefutter als man Resident Evil sagen kann. Ersetzt zusammen mit Groove Guardians definitiv das Fitnessstudio.

Lounge-Atmosphäre

 Abschließend noch ein paar Worte zum Ambiente des VR Centers: Gelegen im Kristallpalast an der Hans-Bredow-Straße 9 in Bremen, erwartet die Gäste ein Raum zwischen modernem Lounge-Club und Hackerspace. Die Atmosphäre ist, nicht nur wegen der mitten im Raum hängenden VR-Brillen im Arcade-Bereich, eher technisch angehaucht. Accessoires aus dem Gaming-Bereich umgeben die mit Paletten-Möbeln gestalteten Sitzbereiche. Ein kleiner Barbereich ist vorhanden und im hinteren Bereich steht auch eine Fläche für Events zur Verfügung.

Preislich (siehe Infokasten) liegt das VR Center Bremen im Vergleich zu ähnlichen Angeboten in der Region eher im Mittelfeld.

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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