BREMEN - BREMEN/LNI - Vier Wochen vor der bundesweit einzigen Wahl in diesem Jahr sind die Bremer Parteien am Wochenende in die heiße Wahlkampfphase gestartet. Unterstützt von prominenten Bundes- und Landespolitikern attackierten die Spitzenkandidaten von SPD, CDU und Grünen die politischen Konkurrenten. Während die CDU vor rot-grünen Experimenten warnte, wollen die Grünen nach der Wahl am 13. Mai ein Ende der seit 1995 regierenden großen Koalition in der Hansestadt.

Die SPD lehnt jede Koalitionsaussage ab. Sie will neben der Sozialpolitik als Hauptwahlkampfthema die Debatte um Mindestlöhne auf die Agenda setzen. „Wenn ein Mensch von acht Stunden Arbeit nicht leben kann ist das menschenunwürdig“, sagte Regierungschef und Spitzenkandidat JensBöhrnsen.

CDU-Spitzenkandidat Thomas Röwekamp sprach sich zum Thema Mindestlöhne dafür aus, dass Vollerwerbstätige ein Mindesteinkommen von 7,50 Euro erzielen müssten. Notwendig sei ein Kombilohnmodell, in dem der Arbeitgeber den tariflich vereinbarten Lohn zahle und der Staat diesen Lohn auf ein Mindesteinkommen aufstocke, sagte der Politiker.