BREMEN - Die Bremer Polizei weist Vorwürfe zurück, sie habe mit geschönten Statistiken für ihren Feldversuch mit künstlicher DNA geworben. Wie berichtet, wurden im Herbst 2009 in Bremer Pilotregionen Flaschen mit der Flüssigkeit zur Kennzeichnung von Wertgegenständen an Schulen und Haushalte verteilt. Polizei und Innenbehörde versprechen sich so in den Pilotbereichen eine Senkung der Einbrüche um bis zu 80 Prozent, wie es in Großbritannien der Fall gewesen sein soll. Vor wenigen Tagen nannte die Polizei zwei Testbezirke mit konkreten Rückgängen um etwa 40 Prozent.

Der Kriminologe Christian Pfeiffer aus Hannover hatte kritisiert, die englischen Zahlen seien deshalb kein Argument für die Wirksamkeit der DNA, weil Einbruchskriminalität ohnehin stark rückläufig sei. Dies könne sie nicht nachvollziehen, so die Polizei, denn jüngste Statistiken zeigten einen Anstieg in Bremen.