• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Bremen

Streit über Fußballverein: Bremen gegen Werder?

26.09.2019

Bremen Bremen und Werder gehören zusammen, aber zurzeit hängt der Haussegen zwischen der Hansestadt und ihrem Bundesligisten schief. Anlass sind die Gebühren für teure Polizeieinsätze bei Risikospielen, bei den Zusammenstöße verfeindeter Fans zu befürchten sind. Das Land stellt die Ausgaben dem Veranstalter der Bundesliga, der Deutschen Fußball Liga (DFL), in Rechnung. Doch ein Teil der Kosten droht an Werder hängenzubleiben. Auch bei einem Nachwuchsleistungszentrum für junge Werder-Fußballer sind sich Politik und Verein noch nicht einig.

In der Bremer Bürgerschaft warfen Oppositionsredner von CDU und FDP am Mittwoch der Regierung vor, den Verein nicht genug zu unterstützen und ihn mit der Gebührenpolitik sogar zu belasten. Kein anderes Bundesland folge Bremen. „Wir brauchen Werder für diese Stadt“, sagte der FDP-Abgeordnete Hauke Hilz. „Bremen gegen Werder?“ - diese fast undenkbare Überschrift hatte seine Fraktion der Debatte gegeben.

„Knüppel zwischen die Beine“

Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) verteidigte seine Linie bei den Gebühren. „Wir sind da konstant, und wir sind nicht erpressbar“, sagte er. Das Bundesverwaltungsgericht habe die Gebühren im Sinne einer fairen Lastenverteilung für rechtens erklärt. Die DFL hat zwar eine erste Tranche von 1,17 Millionen Euro bezahlt, fordert aber die Hälfte von Werder zurück. Mäurer sah darin einen Versuch der DFL, Bremen Probleme zu bereiten. Er hoffe weiterhin auf einen gemeinsamen Fonds der Vereine in der DFL, um die Kosten mitzutragen.

In dem Gebührenstreit hatte Werder-Geschäftsführer Frank Baumann der Stadt unlängst vorgeworfen, den Bundesligisten überhaupt nicht zu unterstützen. Stattdessen werfe sie ihm „Knüppel zwischen die Beine“. „Die Stimmung zwischen Politik und Werder war lange nicht mehr so mies“, kommentierte am Mittwoch der örtliche „Weser-Kurier“. Dabei sei die Marke Werder neben den Stadtmusikanten „unstrittig der wichtigste Werbeträger der Stadt“.

Neues Leistungszentrum geplant

Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) - nach eigenen Angaben seit 30 Jahren Dauerkarteninhaberin fürs Weserstadion - ließ die Vorwürfe nicht auf der Politik sitzen. „Selbst in jüngster Zeit hat Bremen viele Euro und Cent in Werder investiert“, sagte sie. Die Stadt sei über die Beteiligung am Stadion und über Kreditbürgschaften bei Werder engagiert und hänge vom Erfolg der Grün-Weißen ab.

Für seinen Fußballnachwuchs will Werder ein Leistungszentrum in Nähe des Stadions in der Pauliner Marsch an der Weser bauen. Dabei setzt der Verein darauf, dass die Stadt einen Teil der Kosten übernimmt. Vogt sagte, der Bundesligist solle zunächst ein Finanzierungskonzept vorlegen. Bei dem Millionenprojekt seien Fragen der Anwohnerrechte, des Hochwasserschutzes und der EU-Förderrichtlinien zu beachten.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.