Bremen - Fußball-Bundesligist Werder Bremen hat auf die anhaltende Talfahrt reagiert und sich von Trainer Alexander Nouri getrennt. Nach intensiven Gesprächen am Sonntagabend teilte die Geschäftsführung ihre Entscheidung am Montagvormittag mit.
Auf Nouri folgt zunächst U23-Trainer Florian Kohfeldt, der die Mannschaft auf das kommende Auswärtsspiel am Freitag in Frankfurt vorbereiten wird. Unterstützt wird er dabei von seinem aktuellen Co-Trainer Thomas Horsch und Tim Borowski, Co-Trainer der U17. „Wir sind der Überzeugung, dass dieses Trainerteam in den kommenden Tagen einen wichtigen Impuls setzen kann und die Verunsicherung in der Mannschaft auflösen kann“, erklärte Geschäftsführer Frank Baumann auf der Homepage des Vereins.
41 Spiele als Werder-Trainer
Für Alexander Nouri war die deutliche 0:3-Heimniederlage gegen den FC Augsburg das letzte Spiel auf der Werder-Trainerbank. Nach zehn Ligaspielen ohne Sieg und nur drei erzielten Tore, zogen die Verantwortlichen die Reißleine. „Alex hat in der vergangenen Saison eine sehr schwere Aufgabe übernommen und sie erfolgreich gemeistert. Dafür möchten wir uns bedanken. Er bringt alles mit, was einen erfolgreichen Trainer ausmacht. Ich bin sicher, dass er seinen Weg erfolgreich an anderer Stelle fortsetzen wird“, teilte Baumann mit. Nouri hatte den Job im September 2016 von Viktor Skripnik übernommen. Zuvor hatte Nouri rund zwei Jahre als U23-Coach der Bremer gearbeitet. Er begann als Interimstrainer und wurde von Sportchef Frank Baumann zum Chef befördert. Insgesamt betreute er 41 Bundesligapartien der Bremer, dabei gab es 13 Siege, elf Remis und 17 Niederlagen.
Dritte Trainerentlassung in der laufenden Bundesligasaison
Nach Nouris Amtsantritt gab es wechselhafte Ergebnisse, doch in der Rückrunde der vergangenen Saison legte Bremen eine beeindruckende Serie hin. Elf Partien blieben die Norddeutschen ungeschlagen und erreichten als Tabellenachter fast noch den internationalen Wettbewerb. Werder verlängerte daraufhin im Mai den Vertrag. Anschließend ging es bergab. Der Start in die aktuelle Saison misslang völlig, mit nur fünf Punkten ist Werder Tabellenvorletzter. Saisonübergreifend haben die Bremer sogar dreizehn Ligapartien in Folge nicht gewonnen. Der letzte Sieg gelang im April gegen Hertha BSC Berlin.
Nouri ist nach Andries Jonker (VfL Wolfsburg) und Carlo Ancelotti (Bayern München) der dritte Trainer in der laufenden Saison, der seinen Posten räumen muss. Der 38-Jährige hatte im September 2016 die Nachfolge von Viktor Skripnik angetreten.
