Bremen - 90 Sekunden sind nicht lang, aber sie reichen Tom Schuchert, Marketing-Manager bei „Rightmart Software“, um sich und seine Tätigkeit in dem jungen Start-up vorzustellen. „Wir produzieren Software für eine eigene Kanzlei und wollen uns jetzt an große Kanzleien wenden. Wir betreiben Prozess-Automatisierung und wollen Anwälten so ihre Arbeit erleichtern“, erklärt Schuchert bei einem „Business Blinddate“.
Sich in kurzer Zeit kennenlernen, darum geht es bei den „Business Blinddates“. „Bremen-Start-ups“, ein Anbieter von Meeting-Events für Unternehmensgründer, veranstaltete den Abend gemeinsam mit „Rent 24“. Das wiederum ist ein Vermieter von Büroarbeitsplätzen.
Viel Erfahrung habe man im Sozialrecht, etwa bei Widersprüchen gegen Hartz-IV-Bescheide, erklärt Tom Schuchert seinem Gegenüber. Etwas Zeit bleibt ihm noch, um den Erstkontakt zu intensivieren. „Es geht nicht darum, dass ihr euch in der Tiefe austauscht. Es geht darum, euch kurz kennenzulernen. Wenn es interessant war, unterhaltet ihr euch danach in der Pause“, erklärt Veranstalter Jan Wessels. Gut 60 Teilnehmer sind da – junge Gründer, Mitarbeiter von Start-ups, Gründungsinteressierte.
Ein Glöckchen klingelt, Schuchert kommt bei seinem „Blinddate“ zum Schluss. Jetzt spricht sein Gegenüber. Tobias Redel, 23, BWL-Student . Er sucht einen Job in der Start-up-Szene. Seine Bachelor-Arbeit hat er über Gründungsmanagement geschrieben.
Es ist laut, wenn 30 Menschen an einem Ort gleichzeitig ganz verschiedene Sachen erzählen und andere zuhören.
Ein weiterer Gesprächspartner ist Florian Manke, Chef von „Dotaris“. Das Unternehmen vertreibt von Banken und Versicherungen abgegebene Informationstechnologie an kleine und mittlere Unternehmen. „Die Idee ist toll. In Bremen habe ich so etwas noch nicht gemacht“, sagt er über die „Business Blinddates“.
