BREMEN - BREMEN/P - „Wohlwollend“ haben die Abgeordneten von CDU und SPD in der Stadtbürgerschaft einen Antrag der Grünen zur Entwicklung der Überseestadt abgelehnt. So jedenfalls formulierte es SPD-Landeschef Carsten Sieling.
Gleichzeitig überwiesen die beiden großen Parteien den Entwurf jedoch als Anlage zu ihrem eigenen Antrag an den Senat. Der soll nach fünf Jahren „Masterplan zur Überseestadt“ das Konzept überarbeiten.
Grundsätzlich herrschte Einigkeit, dass in der Überseestadt ein Mix aus Wohnungen sowie Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben entstehen soll. Die Grünen plädieren dafür, auch kleineren Firmen eine Chance zu geben, da Großprojekte nur schwer umzusetzen seien.
Der Senat soll nun das in Auftrag gegebene Lärmgutachten vorlegen. Dadurch erhoffen sich die Abgeordneten Aufschluss, wo Wohnungen entstehen könnten, ohne dass Betriebe Gerichtsprozesse fürchten müssten.
SPD und CDU beschlossen, den Unternehmen weiter ihren Bestand zu garantieren. Außerdem wollen die Parlamentarier wissen, wie es um die Finanzierungsmöglichkeiten steht. „Wir dürfen jetzt nur noch Teile der Überseestadt ausbauen, die unmittelbar Fremd-Investitionen nach sich ziehen“, so Carsten Sieling. Staatliche „Vorratsinvestitionen“ für das rund 288 Hektar große Areal lehnt er ab.
