BREMEN - „Wissenschaftlich heißt nicht langweilig“, sagt Christoph Schottes, Geschäftsführer der Edition Temmen und präsentiert Diethelm Knaufs Dokumentation „Aufbruch in die Fremde“, die gerade im Bremer Verlag erschienen ist.
Die DVD sei im besten Sinne im Stil von BBC-Dokumentationen produziert worden und enthalte neben dem Film szenische Darstellungen, Fotos und sogar literarische Lesungen, sagt Schottes. Was haben die Auswanderer auf dem ihnen unbekannten Kontinent erlebt? Wie war das wirkliche Leben damals in Amerika? Wie sah es in Europa aus? Was bewog Hunderttausende, ihre Heimat zu verlassen?
Nach einem guten Jahr Produktionszeit hat Knauf wertvolle und beeindruckende Zeitdokumente zusammengefasst.
Die Filmsequenzen zeigen, wie die Menschen in Europa zu Beginn des 20. Jahrhunderts gearbeitet haben. Verarmung und Hunger gab vor allem der ländlichen Bevölkerung den Mut der Verzweiflung.
Der Film zeigt, dass Bremerhaven einen guten Ruf unter den Auswanderern hatte, da es gewisse Standards wie medizinische Betreuung für die Reise festlegte. Im Schnitt sind täglich 660 Menschen aus Bremerhaven in New York gelandet. „Es war überwältigend“, berichten Zeitzeugen über ihre Ankunft an der amerikanischen Ostküste. Der Film erzählt persönliche Geschichten, die Auswanderer aus Polen, Deutschland und Sizilien erlebten. Auch in Amerika war das Leben für ungebildete Einwanderer hart.
Am Sonntag, um elf Uhr wird der Film im Kino 46 in Walle im Rahmen einer Matinee „Aufbruch in die Fremde“ gezeigt. Der Eintritt ist frei. Nach der Vorstellung werde Knauf noch Rede und Antwort stehen.
