BREMEN - BREMEN/EPD - Zum Auftakt ihrer bundesweiten „Woche für das Leben“ haben Vertreter der beiden großen Kirchen in Deutschland in einem ökumenischen Festgottesdienst im Bremer Dom eine kinderfreundlichere Gesellschaft gefordert. Christliche Werte vermittelten Kindern eine feste Basis und Mut zur Zukunft, sagten die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann und der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann.
In ihrer Predigt betonte Käßmann, in der Erziehung sei nicht nur das vorbildhafte Verhalten der Eltern entscheidend. Erziehung passiere nicht von allein, sondern müsse vom gesamten Umfeld erbracht werden. „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind groß zu ziehen“, erinnerte Käßmann an ein afrikanisches Sprichwort. Wer dagegen nur Börsenkurse im Blick habe, könne sehr tief fallen: „Die Zukunft liegt im Kind – christlich gesehen ist das eine zentrale Lektion.“
Kardinal Karl Lehmann ermutigte Eltern, auf unterstützende Angebote der Kirchen zurückzugreifen. Mit Hilfen wie Tagesstätten, Elternkursen und dem Religionsunterricht stünden Mütter und Väter in ihrem Bemühen um eine gute Erziehung und Bildung nicht allein da.
Während des Gottesdienstes im voll besetzten Dom bemalten Kinder Bausteine mit ihren Wünschen und Vorstellungen für die Zukunft. „Kinder brauchen viel Liebe von den Eltern“, stand am Ende auf einem der Pappblöcke. Bis in den Nachmittag hinein nahmen sich danach zahlreiche Eltern Zeit für ihre Kinder und spielten, malten und bastelten mit ihnen bei bunten Aktionen auf dem Marktplatz. Bei einer anschließenden Podiumsdiskussion riefen Käßmann und Lehmann dazu auf, die Erziehungsleistung nicht erwerbstätiger Mütter stärker zu honorieren.
Die „Woche für das Leben“ wirbt unter dem Motto „Mit Kindern in die Zukunft gehen“ bis zum 28. April mit zahlreichen Veranstaltungen für eine kinderfreundlichere Gesellschaft.
Mehr Informationen unter www.woche-fuer-das-leben.de
