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NWZonline.de Region Bremen

Ein neuer Stadtteil für die Mitte?

07.11.2017

Bremen Die Bremer CDU geht mit einem Vorschlag an die Öffentlichkeit, der für Diskussionen sorgen dürfte. Die CDU-Fraktion schlägt vor, den Neustädter Hafen zum Wohngebiet zu machen. Bis zum Jahr 2035 könne dort ein ganz neuer Stadtteil entstehen – mit Platz für 15 000 Menschen, mit Kindergarten und Schule, Einkaufsmöglichkeiten und Gesundheitsversorgung.

Es gehe dabei um „bezahlbares Wohnen für Menschen mit Durchschnittseinkommen“, so CDU-Fraktionschef Thomas Röwekamp. Bremen aber könne „nicht nur durch Migration wachsen“ und brauche die Familien mit Durchschnittseinkommen – nicht allein aus fiskalischen Gründen, sondern auch für seine Sozialstruktur.

Und so fiel der Blick der CDU-Strategen auf den Neustädter Hafen – mit 100 Hektar ist das Gebiet „dreimal so groß wie die Galopprennbahn“, sagt Röwekamp. Jens Eckhoff, finanzpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, verweist auf die räumliche Nähe zum Zentrum und spricht von einem „Filetstück“ für Stadtentwicklung.

Ein Filetstück, das gegenwärtig ja auch genutzt wird. Unternehmen arbeiten hier, es werden Güter umgeschlagen.

Aber es gebe viele Vorteile. „Bremen ist schon Eigentümer der Flächen“, so Röwekamp. Für die CDU ist genau das der Schlüssel, tatsächlich zu vergleichsweise günstigen Grundstückspreisen zu kommen. Ein Reihenmittelhaus würde nach CDU-Vorstellung knapp 300 000 Euro, ein freistehendes Einfamilienhaus gut 500 000 Euro kosten.

Würde – wenn es denn je dazu kommt. Erst einmal hat die CDU ablehnende Reaktionen bekommen. Die Handelskammer lehnt eine Umwandlung des Neustädter Hafens in ein Wohnquartier „entschieden ab“, so ein Sprecher. Ähnlich die Reaktion bei BLG Logistics. Der Neustädter Hafen sei Europas größtes Terminal für Stück- und Schwergut – mit steigendem Umschlagvolumen in diesem Jahr, so eine Sprecherin. Die SPD hält die CDU-Idee ebenfalls für falsch. „Illusionen und Tagträume von neuen Stadtteilen ersetzen keine seriöse Bau- oder Wirtschaftspolitik“, so der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Dieter Reinken.

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