BREMEN - Blinkende Augen, leuchtende Haare. „Sinneswesen“ nahmen am Freitag das Universum in Beschlag. Roboter wie „Gugu“, „Keks“ und das „Tulpenmonster“: Schüler präsentierten Ergebnisse eines Projekts.
Im Rahmen der Stiftung „Bremer Schuloffensive“ gibt es 70 Jahresprojekte in „allen möglichen Museen“, wie Bodo Götze von der Stiftung erklärte. Und er lobte: „Das Universum gibt sich unheimlich viel Mühe.“
Zwei Klassen vom Schulzentrum Koblenzer Straße (Osterholz-Tenever) waren insgesamt sieben Mal zu Workshops ins Universum gekommen. „Beim ersten Termin hatten wir freies Forschen“, erzählten sie. Danach wurden die Themen vertieft – dabei immer um die Sinne als „Schnittstelle zur Welt“ kreisend, Disziplinen wie Robotik, Konstruktion und Sinnesleistung verbindend. Zehn Roboter entstanden auf diese Weise, und die 40 Mädchen und Jungen führten sie am Freitag mit Stolz und Engagement vor. Bewegungsmelder lösen Lichteffekte aus, zu allen „Sinneswesen“ gibt es zudem fantasievoll erzählte Geschichten.
„Es war ein sonniger Tag. Max hat draußen gespielt, bis er über einen Ast gestolpert ist.“ Der Junge stürzt, und was findet er? Ein „Kuscheltier“. Es hat „vier Augen, drei Hände, zwei Münder, ein Ohr und zwei Nasen“. Keine Frage: Max findet es „süß“ und nimmt es mit. Das Kuscheltier bekommt den Namen „Tomy“ und wird zu seinem „besten Freund“. Das ist die Geschichte zu dem blauen Roboter, den Daniel, Mariam und Nikita gebaut haben. Und was war dabei jetzt das Beste? Konstruieren? Zusammenbauen? Geschichte ausdenken? „Ich fand alles schön“, antwortet die elfjährige Mariam.
Sönmez, Julja, Jenushan und Justin haben den „Robo- freund“ mit den Haaren gebaut, die blau leuchten können. Auch sie werden durch einen Bewegungsmelder ausgelöst.
Forscher und Erfinder, die Technik und Natur miteinander verbinden – dazu wurden die Schüler während der Workshops im Universum. Das ist übrigens ganz im Sinne der „Bremer Schuloffensive“, die sich zum Ziel gesetzt hat, „Schulen in Bremen und Bremerhaven zusätzlich und außerhalb der staatlichen Bildungsaufgabe schnell und unbürokratisch zu helfen“.
