BREMEN - Drogen, Bärenfelle, Schwarzarbeit – der Zoll hatte auch im vergangenen Jahr wieder alle Hände voll zu tun. Genug Stoff für eine Jahresbilanz also, die das Hauptzollamt Bremen am Mittwoch vorlegte.

Zum Amt mit dem Sitz an der Hans-Böckler-Straße im Stadtteil Walle gehören 830 Zöllner. Sie arbeiten in Bremen und Bremerhaven sowie bei zwei Kontrolleinheiten in Cuxhaven und Stade. Ein Schwerpunkt ist die Bekämpfung der Schwarzarbeit. Die Zöllner kontrollierten im vergangenen Jahr im Land Bremen und in Teilen Niedersachsens „insgesamt 8 300 Personen und 875 Arbeitgeber“. Anschließend sahen sie sich gezwungen, 2 500 Ermittlungsverfahren wegen Straftaten einzuleiten. Der Sprecher sagte: „Die Gerichte verhängten aufgrund der Erfolge Freiheitsstrafen von insgesamt 22 Jahren.“

Rauschgift, Waffen, geschützte Pflanzen und Tiere – lange nicht alles, was über die Grenzen nach Deutschland eingeführt wird, ist erlaubt. Die Mitarbeiter des Hauptzollamts Bremen beschlagnahmten 15 Kilogramm Heroin, 14,8 Kilogramm Kokain, 16,4 Kilogramm Marihuana, 154 Kilogramm der Kaudroge Kath, 22 Kilogramm Amphetamine, 150 Cannabispflanzen sowie 0,8 Kilogramm Haschisch.

Zudem deckte der Zoll 2009 den versuchten Schmuggel von mehr als 4,2 Millionen unversteuerten Zigaretten auf – vier Millionen allein mit Hilfe der Röntgengruppe. Dadurch sei ein Steuerschaden von mehr als 700 000 Euro verhindert worden, erklärte der Sprecher.

Und sonst? Nun, bisweilen dürften auch erfahrene Zöllner staunen, was da manchmal an ihnen vorbeigeschmuggelt werden soll. Zum Beispiel vier Bärenfelle, Stockdegen und andere Waffenteile.