BREMEN - BREMEN/JE - Sie sind nach 60 Jahren zurückgekehrt an Orte, die für sie vor allem Orte des Schreckens waren. Mitten in Bremen, wohin die fünf Ukrainer als Zwangsarbeiter verfrachtet wurden und wo sie unter unmenschlichen Bedingungen schuften mussten. Seit 1999 lädt der Senat ehemalige Zwangsarbeiter und ihre Angehörigen ein. Die Gruppe aus der Ukraine, die eine Woche lang Bremen besucht, ist die fünfte. „Was geschehen ist, kann niemand ungeschehen machen“, sagt Sozialsenatorin Karin Röpke (SPD), „die damals aufgeladene Schuld kann nicht wieder abgetragen werden.“
Die Rückkehr in die Vergangenheit ist den Ukrainern nicht leicht gefallen. „Das war eine schwere Entscheidung.“ Als die Einladung kam, sei „ein Stich ins Herz“ spürbar gewesen. Doch „wenn man uns die Hand entgegenstreckt, wollen wir sie auch ergreifen“, so der einhellige Tenor.
