Bremen - Die rund 900 Mitarbeiter im Jobcenter Bremen haben eine neue Chefin: Sie heißt Susanne Ahlers und wurde jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Jobcenter kümmert sich um etwa 75 000 Kunden, die Leistungen erhalten. Im vergangenen Jahr wurden rund 380 Millionen Euro für lebensunterhaltssichernde Leistungen gezahlt, weitere 45 Millionen Euro für Eingliederungsmaßnahmen, wie es heißt.

„Allein an diesen Zahlen und Summen zeigt sich, welch zentrale Institution das Jobcenter in Bremen ist“, betonte Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) bei ihrer Begrüßung. Dr. Götz von Einem, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven, zeigte sich sicher, „mit der neuen Geschäftsführerin eine Frau gefunden zu haben, die sich in stadtstaatlichen Strukturen auskennt und dennoch die Bundeseinflüsse in der Arbeitsmarktpolitik in diese Strukturen transformieren kann“.

Nachdem der Vertrag des bisherigen Geschäftsführers Helmut Westkamp nach fünf Jahren auslief, hatte Bremen bundesweit nach einem Nachfolger gesucht. In der Stellenanzeige stand als Jobanforderung „Empathie für Arbeitslose“.

Bundesagentur und Senat schaffen gemeinsam rund 100 neue Stellen, um die Kapazitäten in den sechs Geschäftsstellen aufzustocken. Durch den Zustrom an Asylsuchenden sei die Zahl der Leistungsempfänger erheblich gestiegen.

Die 56-jährige Ahlers bringt Erfahrungen aus verschiedenen Tätigkeiten mit. So war sie von 2002 bis 2006 parteilose Staatssekretärin für Arbeit und Frauen in Berlin, Frauenbeauftragte in Wiesbaden, Referatsleiterin in der schleswig-holsteinischen Landesregierung. Zuletzt führte sie eine Coaching-Agentur. Ahlers möchte den Mitarbeitern im Jobcenter gute Arbeitsbedingungen ermöglichen, wie sie betonte. Freie Stellen möchte sie schnell wieder besetzen, um Überlastung zu vermeiden. Wichtig seien außerdem kurze Wartezeiten für Jobcenter-Kunden.