BREMERHAVEN - Er gilt als gesund und soll überhaupt nicht dick machen. Vielleicht erfreut sich Fisch deshalb nach den opulenten Festtagsbraten zum Jahreswechsel wachsender Beliebtheit.

Dabei geht der Trend zum Zubereiten am eigenen Herd: „Zu Hause Kochen ist in“, sagt der Produktentwickler der „Deutschen See“ in Bremerhaven, Martin Volkelt. „Die Tendenz geht zu richtigen Großmutterprodukten“, meint der Fachmann des Marktführers für Meeresdelikatessen. Auch der traditionelle Silvesterkarpfen schwimmt nach vorübergehend trockenen Zeiten wieder auf einer Erfolgswelle.

Für den Bremerhavener Fischspezialisten, der bundesweit etwa 35 000 Gastronomiebetriebe, Großküchen und Einzelhändler mit Rohwaren und Fertigprodukten beliefert, spiegelt sich der Trend in der Nachfrage nach traditionellen Zubereitungen wider. „Wirsingwickel vom Seelachs gehören zu diesen Großmutterprodukten“, sagt Volkelt. Allerdings scheinen Fischliebhaber auch nicht ganz ohne Exotik auszukommen. „Zu den Neuheiten

dieses Jahres zählt Olivenholz-Räucherlachs, der einen herb-fruchtigen Geschmack entwickelt“, sagt Volkelt.

Langsam scheint auch der bittere Nachgeschmack zu schwinden, den die immer wiederkehrenden Meldungen über eine Überfischung der Weltmeere hinterlassen. Supermärkte und Discounter hätten auf die Bedrohung der Fischbestände und die Kritik an ihrem Fischangebot reagiert, stellte Greenpeace im dritten „Supermarkt-Ranking Fisch“ fest. Zehn von elf geprüften Unternehmen legten mittlerweile Richtlinien für den Fischeinkauf fest.