BREMERHAVEN - BREMERHAVEN/LNI - Der milde Winter hat auch in der Arktis seine Spuren hinterlassen. Ungewöhnlich hohe Temperaturen für die sonst frostige Region verhinderten das Entstehen größerer Mengen von Meereis, das eine wichtige Rolle beim Klimawandel spielt. „Es gab Werte von plus fünf Grad mit Regen“, sagte Jörg Hartmann vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven. Das Institut untersuchte zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt zwei Wochen lang das arktische Meereis. „In diesem Jahr mussten die Flugzeuge bis an die Grenzen ihrer Reichweite fliegen, um ausreichend Messdaten über dem Meereis erfassen zu können“, sagte Hartmann. „Ich studiere die Arktis schon seit 15 Jahren, so etwas habe ich noch nicht gesehen.“