BREMERHAVEN - Gerade erst hat ein Ozeanriese 500 Tonnen Meerwasser aus der Biskaya für das Klimahaus gebracht. An diesem Donnerstag wird ein Taucher echte Korallen und lebende Steine in die Becken des Südsee-Aquariums setzen.
Dieses Aquarium wird künftig die Unterwasserwelt rund um Samoa präsentieren. Mit 380 Kubikmeter Volumen handelt es sich um die größte der drei Aquariengruppen.
Korallen aus Indonesien
Versprochen werden den Besuchern im „Klimahaus Bremerhaven 8° Ost“, so der offizielle Name, originalgetreue Einblicke in das Leben der Nordsee, Südsee und eine Flusslandschaft in Kamerun.
Die Korallen, die auf die vorgefertigte Rifflandschaft gesetzt werden, stammen nach Angaben des Klimahauses aus den Aquarien des Berliner Zoos. Die lebenden Steine wurden eigens für das neue Bremerhavener Highlight in Indonesien gezüchtet. Es handelt sich, so Sprecher Wolfgang Heumer, um Felsbrocken, die bereits vor mehreren Jahren im Indonesischen Meer versenkt wurden und nun den südseetypischen Bewuchs entwickelt haben. Während das Infocenter des Klimahauses bereits geöffnet ist, laufen die Arbeiten im Gebäude auf Hochtouren. Denn der Eröffnungstermin, der 27. Juni, soll eingehalten werden.
Im Infocenter gibt es bereits Eintrittskarten, die für Erwachsene 12,50 Euro kosten, für Kinder 8,50 Euro. Klima und Klimawandel stehen im Mittelpunkt der 12 000 Quadratmeter großen Schau in den Bremerhavener „Havenwelten“.
„Reise“ um die Welt
Hauptattraktion ist die „Reise“ über neun Stationen zu den wichtigsten Klimazonen der Erde. Sie ermöglicht an einem Tag eine Reise rund um die Welt, immer entlang des achten östlichen Längengrades, auf dem die Seestadt liegt. Authentisch, so versprechen die Macher Petri und Tiemann (Universum), erleben die Besucher unterschiedlichste Klimazonen – von der erfrischenden Kühle auf einer Alm in der Schweiz über die Gluthitze der Sahelzone bis zur Eiseskälte der Antarktis und der wechselhaften Witterung in Norddeutschland. Die Betreiber hoffen auf 600 000 Besucher im Jahr.
