BREMERHAVEN - BREMERHAVEN/GN - Ein Schäferhund-Rottweiler-Mischling hat jetzt in Bremerhaven drei Kinder durch Bisse zum Teil schwer verletzt.
Der Hund wurde später betäubt und eingesperrt. Wie ein Polizeisprecher gestern berichtete, waren am Nachmittag zwei Geschwister (drei und sieben Jahre alt) von ihrem Zuhause unterwegs, um ihre nur wenige hundert Meter entfernt lebende Oma zu besuchen. Auf dem kurzen Stückchen kam plötzlich der Hund auf die beiden Kinder zugestürmt und griff sie an.
Der Siebenjährige erlitt dabei den Angaben nach schwere Verletzungen am Hinterkopf und über dem Auge. Sein dreijähriger Bruder wurde ebenfalls am Kopf gebissen. Eine Passantin packte beherzt zu und zog den Hund zurück, berichtete die Polizei.
Die Frau konnte das Halsband des Hundes, ein Stahlseil, ergreifen und so die Kinder vor noch schlimmeren Verletzungen bewahren. Gleich darauf griffen auch noch zwei Jugendliche ein und banden das Tier an einem Wartehäuschen fest. Dabei biss der Mischlingshund einen der beiden Jungen, einen 16-Jährigen, in die Hand.
Zwei Polizeibeamte, die zufällig vorbeikamen, sperrten das Gebiet um den Hund ab und brachten die Verletzten in ein nahe gelegenes Haus.
Die beiden kleinen Kinder wurden nach der notärztlichen Erstversorgung ins Krankenhaus gebracht. Die resolute Passantin erlitt einen Schock. Ein Tierarzt stelle den Hund mit einem Betäubungsmittel ruhig.
Der Hundehalter hatte weder das Unglück mitbekommen noch bemerkt, dass das Tier verschwunden war. Er gab an, den Mischling auf seinem Grundstück an dem Stahlseil angebunden zu haben. Warum der Hund frei herumlief, konnte sich der Mann nicht erklären. Seinen Angaben nach hatte er ihn erst vor zwei Tagen gekauft – als „kinderlieb“.
