• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Bremen

Bürgerinitiative macht gegen Fracking mobil

11.09.2014

Bremen Jetzt gibt es auch in Bremen eine Bürgerinitiative, die auf die Gefahren des Frackings aufmerksam macht. „Ich bin fast vom Hocker gefallen, als ich das gesehen habe“, sagt Sprecherin Sybill de Buer über einen Fracking-Fernsehbericht. „Es ist schwer, die Leute aus der Reserve zu locken.“ Deshalb möchte sie jetzt in Bremen auf das Thema aufmerksam amchen – und hat die Initiative „Bremen gegen Erdgas-Fracking“ gegründet.

Auch wenn in der Hansetadt nicht nach Gas oder Öl gebohrt werde, sei Bremen vom Fracking betroffen. Darauf hat Hartmut Horn, Sprecher der Bürgerinitiative „Frackloses Gasbohren im Landkreis Rotenburg“, in der Villa Ichon am Goetheplatz hingewiesen. Dort hielt er einen Vortrag über die Gefahren von Gasbohrungen im Bremer Umland. „Einige Bohrstellen durchdringen die Rotenburger Rinne, aus der auch Trinkwasser für Bremen gespeist wird“, sagt Horn. Wenn es zu einem Unfall käme, dann könne das Trinkwasser verschmutzt werden.

Solch ein Unfall könnte etwa eine undichte Stelle in den Rohren sein. Auch Lagerstättenwasser sei eine Gefahr. Das sei eine Flüssigkeit, die mit dem Gas aus mehreren Kilometern Tiefe an die Oberfläche gelangt. Horn zufolge enthält sie Gifte wie Benzol und Quecksilber. Lagerstättenwasser werde in Verpressstellen zurück in den Boden gegeben, um es zu entsorgen – allerdings nur in einer Tiefe von 750 bis 1100 Metern. „Wenn sich dieses Gift mit dem Grundwasser vermischt, dann ist das eine Katastrophe“, sagt Horn. Die Rotenburger Rinne liefert das Wasser für ein Werk des Trinkwasserverbandes Verden am Panzenberg. Dieses stelle knapp ein Drittel des Trinkwassers für die Bremer Kernstadt zur Verfügung, sagt Angela Dittmer, Sprecherin des Bremer Versorgers SWB.

„Ich halte die Risiken für nicht vertretbar“, sagt der Linken-Abgeordnete Klaus-Rainer Rupp. „Wir wissen ja, was passiert, wenn man mit solchen Dingen leichtfertig umgeht.“ Er sagt aber auch: Man müsse mal gucken, wie gut die Rotenburger Rinne abgeschottet sei. Auch der umweltpolitische Sprecher der CDU, Frank Imhoff, sagt: „Die Gefahr, dass das bei den Bohrungen entstehende giftige Lagerstättenwasser unser Trinkwasser verseucht, kann nicht hingenommen werden.“

Weitere Nachrichten:

Bürgerinitiative | SWB | CDU

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.