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NWZonline.de Region Bremen

Corona: Infektiologin rät zur Kontaktvermeidung

08.04.2020
Frage: Der erste Corona-Fall im Land Bremen ist Ende Februar gemeldet worden, jetzt sind es etwa 400 Infizierte. Mehrere Menschen, insbesondere Ältere, sind inzwischen an Covid-19 gestorben. Wie beurteilen Sie den Verlauf der Epidemie in Bremen bislang?
Christiane Piepel: Aktuell steigt die Fallzahl in Bremen weiter an. Die Anzahl der nachgewiesenen Infektionen pro Einwohner ist ähnlich wie im Umland und bislang deutlich geringer als zum Beispiel in Hamburg.
Frage: In Bremen und ganz Deutschland sind massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens beschlossen worden. Jetzt werden Rufe nach einer Lockerung laut. Was antworten Sie Kritikern dieser Maßnahmen?
Christiane Piepel: Es ist wichtig, die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus zu verlangsamen, damit das Gesundheitssystem die schwererkrankten Patienten mit ausreichenden Ressourcen und ausreichend Vorbereitungszeit versorgen kann. Die Einschränkung der Kontakte ist nur eine Maßnahme in diesem Zusammenhang, die die Ausbreitungsgeschwindigkeit reduzieren kann. Wir wünschen uns alle für uns selbst, unsere Angehörigen und Freunde, dass wir im Falle eines schweren Verlaufes der Infektion möglichst optimal in den Krankenhäusern versorgt werden können. Daher hängt die Frage nach einer Lockerung immens von den Erkrankungszahlen und vorhersehbaren Überlastungen der Krankenhäuser ab.
Frage: Im Land Bremen sind alle Krankenhäuser aufgefordert, die Kapazität an Intensivbetten nach Möglichkeit zu verdoppeln. Im Moment werden jedoch nur wenige Covid-19-Patienten intensiv-medizinisch betreut. Welchen Beitrag können die Kliniken leisten?
Christiane Piepel: Aktuell bereiten sich alle Krankenhäuser in Bremen auf eine deutlich steigende Anzahl an Patienten, insbesondere auch an schwerkranken Patienten mit Covid-19-Erkrankung, vor. In allen Bereichen werden Personal und Ressourcen für die Versorgung der Patienten fortgebildet und ausgebaut, die verschiedensten Optionen für mehr Intensivbetten evaluiert und eingerichtet. Dies gilt auch für alle vier Kliniken der kommunalen Gesellschaft Gesundheit Nord.
Frage: Die Gesundheitssysteme in Italien und Spanien sind längst mit der Corona-Pandemie überfordert. Halten Sie solche Zustände auch in Bremen für möglich?
Christiane Piepel: Ähnliche Zustände sind für Bremen zu erwarten, wenn die Ausbreitungsgeschwindigkeit nicht kontrolliert werden kann.
Frage: Wenn Sie von Freunden und Bekannten als Infektiologin gefragt werden, was Sie für eine Eindämmung der Corona-Virus-Pandemie tun können, welche drei Tipps für den Alltag fallen Ihnen ein?
Christiane Piepel: Die drei Tipps sind: Kontakte minimieren; Hygiene: Händehygiene und mich adäquat verhalten bei Husten, Schnupfen, Niesen, um andere möglichst nicht anzustecken; Risikogruppen schützen.

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