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NWZonline.de Region Bremen

Coronavirus: Klare neue Regeln und etwas Schönes jeden Tag

28.03.2020
Frage: Was bedeutet Corona für Familien und das Zusammenleben?
Leube: Dort, wo es ohnehin Probleme in den Familien gibt, können diese sich in der aktuellen Situation verstärken. Egal, ob’s in der Beziehung kriselt oder Eltern Probleme mit ihren heranwachsenden Kindern haben – auf engem Raum und ohne Möglichkeit, sich aus dem Weg zu gehen, droht die Situation schneller zu eskalieren. Wer ein Problem mit Nähe und Distanz hat und alles gleich auf sich bezieht, ist mit so einer Situation ebenfalls schnell überfordert.
Frage: Was sollte man also tun?
Leube: Familien und Paare sollten die Regeln und die Struktur für den Alltag neu entwickeln und miteinander besprechen: Wer hat welche Aufgaben, welche Rückzugsmöglichkeiten und -räume gibt es? Absprachen über das Zusammenleben schaffen Klarheiten. Dann eskalieren Kleinigkeiten wie die nicht ausgeräumte Spülmaschine erst gar nicht. Nicht beide Elternteile müssen für alles verantwortlich sein. Auch da hilft es, sich die Erziehungsaufgaben aufzuteilen. Das ist gerade in Zeiten von Homeoffice wichtig. Wenn sich im Hintergrund die Kinder streiten, müssen nicht beide Eltern gleichzeitig aufspringen und eingreifen. Wer wann für was verantwortlich ist und wann einfach mal Pause ist, sollte man klären, bevor alle genervt sind.
Frage: Was könnte noch ein Rezept sein, um als Familie gut durch diese Tage zu kommen?
Leube: Ich empfehle zum Beispiel, jeden Tag gemeinsam auch etwas Schönes zu machen, worauf sich alle freuen. Das kann ein Film sein, den man sich abends zusammen anschaut oder ein Spiel, das gemeinsame Kochen oder Waffelbacken. Bewegung an der frischen Luft auf Abstand tut Körper, Geist und Seele gut. Ob ein gemeinsamer Spaziergang oder eine Bastelaktion für die Osterdeko – es gibt viele Möglichkeiten, die gemeinsame Zeit kreativ zu nutzen. Die Bücherei hat geschlossen, aber Kinder freuen sich auch, wenn man das Lieblingsbuch zum wiederholten Mal vorliest.
Frage: Liegt in der Krise vielleicht auch eine Chance?
Leube: Ja, wir alle merken, dass wir in dieser Situation noch stärker aufeinander angewiesen sind als sonst. Das kann Menschen zusammenbringen, es entstehen neue Kontakte. Wir brauchen uns nicht nur in der Familie und als Freunde, sondern auch zum Beispiel als Nachbarn. Viele Menschen gehen in diesen Tagen stärker aufeinander zu, vernetzen sich, bieten einander Hilfe an. Das ist ein großer Gewinn und eine große Chance für unser Miteinander.

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