Bremen - Industrie und wirtschaftlicher Aufschwung – in den 50er Jahren, in der Zeit des sogenannten Wirtschaftswunders, war das geradezu untrennbar miteinander verbunden. Symbolisch steht das Ruhrgebiet für die Schufterei. Markante Einblicke in diese Zeit gibt jetzt eine Ausstellung in den Räumen der Arbeitnehmerkammer (Bürgerstraße 1, Innenstadt).
„Als der Pott wieder kochte“ – unter diesem Titel zeigt die Arbeitnehmerkammer Fotografien von Hans Rudolf Uthoff, die in den Jahren 1950 bis 1969 entstanden sind.
„Als Uthoff im Ruhrgebiet zur Zeit des ‚Wirtschaftswunders‘ fotografierte, wollte er das dortige Leben und Arbeiten in all seinen Facetten festhalten. Harte körperliche Arbeit in der Schwerindustrie auf der einen Seite, auf der anderen Seite aber auch Mode und Konsum, Go-Kart-Rennen, Taubenzüchter und Gewerkschafts-Chöre“, heißt es in einer Vorschau der Kammer. „Im ‚Pott‘, wo immer mehr Kohle und Stahl produziert wurde, schlug das industrielle Herz der jungen Bundesrepublik. Hier fotografierte Uthoff seine ersten Reportagen.“
„Als der Pott wieder kochte“ ist von Mittwoch, 1. Juli, bis zum 31. August in der Galerie im Foyer der Arbeitnehmerkammer zu sehen. Die Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag, 8 bis 18.30 Uhr, Freitag, 8 bis 13 Uhr. Eintritt: frei.
Hans Rudolf Uthoff, 1927 in Hannover geboren, wandte sich Mitte der 50er Jahre der Fotografie zu.
