• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Bremen

Der Krawattenzwang fällt weg

11.12.2010

BREMEN 13 beleuchtete Stufen führen von der Schlachte aus ins neue Casino. Zehn Millionen Euro hat die Westspiel-Gruppe in den Umzug von der Böttcherstraße an Bremens Bummelboulevard investiert. Seit Freitag sind die Türen geöffnet.

„Für uns ist ein Wunsch in Erfüllung gegangen“, sagte Direktor Thomas Schindler. Bevor am Abend die Öffentlichkeit die Räume mit ihren insgesamt knapp 1000 Quadratmetern stürmte, durften sich 200 geladene Gäste im Casino umsehen. In der Spielbank sind nun Klassisches Spiel (bisher Böttcherstraße) und Automatenspiel (bisher Breitenweg) unter einem Dach vereint. „Ein absoluter Mehrwert“, meinte Schindler.

Haben die Casinos in den vergangenen Jahren Federn lassen müssen, verspricht sich der Chef vom neuen Standort mit viel jungem Publikum einen Aufwind fürs Haus. Statt zuletzt 70 000 bis 80 000 Gäste peilt er 100 000 Besucher an. Der Dresscode hat sich mit Automaten und Klassischem Spiel unter einem Dach geändert: Vorbei ist der Krawattenzwang, sportliche und legere Kleidung reichen für den Besuch aus. Nicht erwünscht sind kurze Hosen, Muskelshirts und Badelatschen.

Seit April, so Projektleiterin Monika Aberle, wurde im alten Stadtplanungsamt geschuftet, getüftelt, gebaut und gehämmert. 2007 war das Casino auf das Gebäude aufmerksam geworden. „Damals wussten wir aber noch nicht klar, mit welchen Schwierigkeiten wir es zu tun bekommen würden“, sagte Franz Hirthammer, Leiter Stabsstelle Bauwesen. So fehlte die komplette Technik, für die Stromversorgung musste eine eigene Anlage geschaffen werden. Die Spielbank bekam eine Klimaanlage, umfassenden Brandschutz und eine Wärmerückgewinnung. Im Einvernehmen mit dem Denkmalschutz erhielt das Gebäude neben der Langenstraße einen neuen Eingang an der Schlachte.

Die Besucher erwartet eine Spielbank, in der die Farben Schwarz und Rot dominieren. So ist der Teppich schwarz, die Decke rot, die Hocker ebenfalls. Die 130 Automaten stehen in separaten Räumen, abgetrennt durch Glastüren. Zur Spiellandschaft im Casino gehören fünf Roulette-Tische, zwei Black-Jack- und vier Pokertische. Blickfang ist auch die Bar, ein Restaurant gibt es nicht. Schindler: „An der Schlachte sind wir in eine Gastronomiestruktur eingebettet.“ 96 Mitarbeiter kümmern sich um die Gäste. Der Umsatz wird laut Schindler zu 80 Prozent an den Automaten gemacht. Durch die Spielbankabgabe profitiert Bremen vom Casino: Über die Stiftung Wohnliche Stadt flossen seit Gründung der Spielbank 1980 über 181 Millionen Euro in Bremer und Bremerhavener Projekte.

Geöffnet ist das Casino von 12 bis 3 Uhr (Klassisches Spiel erst ab 15 Uhr). Der Eintritt beträgt drei Euro.

Weitere Nachrichten:

Stadtplanungsamt

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.