Bremen - Nach dem Export von Bremer Bieren in die umliegenden Länder zur Zeit der Hanse eroberte Beck’s den Globus. Mittlerweile bekommt der Weltenbummler das Bier in der grünen Flasche fast überall. Die Geschichte der Bremer Traditionsbrauerei begann am 27. Juni 1873. Damals gründeten der Bremer Architekt und Bauunternehmer Lüder Rutenberg, der Braumeister Heinrich Beck und der Kaufmann Thomas May die „Kaiserbrauerei Beck & May o.H.G.“. Ein Jahr später gab es von Kronprinz Friedrich, dem späteren Kaiser Friedrich III, die Goldmedaille für das beste Bier. Genauso wie der Bremer Schlüssel ist auch die Medaille noch heute auf dem Etikett der Beck’s Flasche abgebildet.

1876 entwickelte der Braumeister Heinrich Beck ein Pils, das den Transport nach Übersee übersteht: Beck’s Bier. Der Erste Weltkrieg ließ den Export aber zusammenbrechen.

1921 wurde die Brauerei umbenannt in „Exportbrauerei Beck & Co“ und produzierte nur noch für den Export. Das Inland versorgte die Haake-Beck-Brauerei. Erst ab 1949 gab es Beck’s wieder in Deutschland. In den 50er Jahren warb die Brauerei mit dem Slogan „Beck’s löscht Männerdurst“. Später wurde daraus „Beck’s löscht Kennerdurst“.

Heute arbeiten 1400 Menschen am Bremer Standort mit seinem 141 700 Quadratmeter großen Gelände. Die Hälfte der Mitarbeiter ist in der Brauerei tätig, die andere Hälfte in der Verwaltung.

Jeden Tag werden bis zu sieben Millionen Flaschen und 8000 Fässer Bier der Marken Beck’s und Haake-Beck hergestellt. Der Standort verfügt über ein eigenes Besucherzentrum, das jedes Jahr 25 000 Gäste empfängt.

Im Jahr 2001 wurde Beck’s durch den Konzern Interbrew übernommen, dieser wurde 2004 zu Inbev durch Fusion mit Anbev und 2008 zu Anheuser-Busch Inbev. Der Konzern ist derzeit das weltweit führende Brauereiunternehmen.

Jede Minute werden weltweit etwa 3000 Flaschen Beck’s getrunken. Der Hopfen stammt aus der bayerischen Hallertau, die Hefe aus eigener Reinzucht. Das Brauwasser wird aus einem Reservoir tief unter der Erdoberfläche gewonnen.