Bremen - Die „Vereinigung der Bürgerinitiativen für eine menschengerechte A  281“ bleibt in der Offensive. Sie bezeichnet den aktuellen Entwurf des Bundesverkehrswegeplans als „größten anzunehmenden Unfall“ für die Menschen in der Neustadt und in Obervieland.

Der Plan gebe grünes Licht für den Bauabschnitt 2.2 der Stadtautobahn zwischen Neuenlander Ring und Zubringer Arsten sowie stufe den Bau der Bundesstraße 6 neu (B6n) zwischen der A 281 und der A 1 bei Brinkum in den „vordringlichen Bedarf“ hoch. Für Norbert Breeger, Sprecher der Bürgerinitiativen, steht fest: Der 150 Millionen Euro teure Bauabschnitt ist „überflüssig und schädlich“.

Beim Bau der B6 n habe sich der Bund laut Breeger aus Kostengründen für die Umfahrung des Flughafens entschieden. Und die Planer beriefen sich auf „realitätsferne Umweltgutachten“. Darin heiße es, dass das Neubauprojekt nur über Grünland und Ackerflächen verlaufe. „Die Flughafenumfahrung geht durch ein Wohngebiet, es müssen Häuser abgerissen werden.“ Eine neue Bundesstraße am Flughafen vorbei soll daher „mit allen Mitteln“ verhindert werden.

Die Initiativen operieren mit falschen Behauptungen, heißt es im Bauressort. So ist die Flughafenumfahrung laut Ressortsprecher Jens Tittmann neben einem Tunnel unter dem Flughafen und einer oderirdischen Querung mit halboffenem Tunnel nur eine von drei Varianten, die a beim Bund eingereicht wurden. Eine Entscheidung gebe es noch nicht. Im neuen Entwurf sei lediglich eine B6 n in den Vorrang gehievt worden.

Tittmann widerspricht auch den Behauptungen bezüglich der Zwangsenteignungen: „Das ist schlicht falsch.“ Lediglich bei einem Grundstück zwischen Arsterdamm und Neuenlander Straße werde eine Teilenteignung geprüft. Die von der Bürgerinitiative wieder ins Gespräch gebrachte „Nordvariante“, die dem Ausbau der Neuenlander Straße zur Stadtautobahn entspricht, sei „rechtlich nicht möglich“, sagt der Ressortsprecher.