Bremen - Aus einem großen heruntergekommenen Herrenhaus ertönen Schreie, ein Mann ohne Kopf bittet dreckig lachend herein und ein überdimensionales Skelett im roten Anzug spielt auf der Violine. Dieser Ort des Grauens heißt „Haunted Mansion“ (Spuk-Herrenhaus) und befindet sich auf dem Bremer Freimarkt.

Ein Skelett, das an seiner Käfigtür rüttelt, eine hässliche Alte, die aus dem Sarg steigt, oder ein Mann, der auf dem elektrischen Stuhl gegrillt wird, kommen einem in der Geisterbahn entgegen. Mal brüllt eine tiefe Stimme laut, mal summt eine Frau leise vor sich hin, dann ertönt eine Kettensäge. Die beiden zwölfjährigen Freundinnen Lea und Lara kreischen, als sich ein Tor öffnet und ihre Gondel aus der Geisterbahn herauskommt. Ein Mann in einem langen schwarzen Gewand und mit Maske ist mit erhobenen Händen direkt vor ihre Gesichter gesprungen. „Wir haben uns echt erschrocken, weil wir schon das Licht von draußen gesehen und damit nicht mehr gerechnet haben“, erzählen die beiden aufgeregt.

Tatsächlich sorgen neben den rund 20 Effekten im Inneren der Bahn vor allem die als Monster verkleideten Mitarbeiter des Fahrgeschäfts für Schreckmomente. Ab den Abendstunden wird der Gruselfaktor verstärkt. Dann treibt unter anderem der „Halloween“-Protagonist Michael Myers mit blutüberströmtem Gesicht und einem langen Messer, das im Dunkeln glüht, sein Unwesen in der Geisterbahn.

„Es macht mir großen Spaß, die Menschen zu erschrecken“, erzählt der Inhaber des „Haunted Mansion“, Johan Hinzen, der sich die Schockeffekte selbst ausgedacht hat und zum ersten Mal beim Bremer Freimarkt gastiert. „Manchmal schlüpfe auch ich in mein Freddy-Krüger-Kostüm“, sagt er lachend und setzt die Maske auf.