Bremen - Die fünf norddeutschen CDU-Fraktionschefs wollen sich für mehr Gemeinsamkeit im Norden einsetzen. Es müssten länderübergreifende Strategien in den Bereichen Bildung, Arbeitsmarkt, Mindestlohn und Drogenpolitik entwickelt werden, forderten die Unionspolitiker aus Bremen, Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern am Montag nach einem Treffen an der Weser. Dazu fassten die oppositionellen CDU-Fraktionsvorsitzenden der fünf Länder vier Beschlüsse mit Forderungen an die norddeutschen Landesregierungen und an den Bund.

In Fragen der Arbeitsmarktpolitik müsse es eine engere Abstimmung der norddeutschen Länder geben, sagte André Trepoll, Vorsitzender der CDU-Bürgerschaftsfraktion Hamburg. Die Job-Center und Arbeitsagenturen der Länder sollten dazu besser vernetzt werden.

An den Schulen im Norden sollten moderne Informations- und Kommunikationstechnologien Einzug halten, sagte der Bremer CDU-Fraktionschef Thomas Röwekamp. Die norddeutschen Ländern müssten gemeinsam das Lernen, Lehren und Arbeiten mit digitalen Medien im Unterricht verankern und Lernprogramm aufeinander abstimmen. Außerdem forderten die CDU-Politiker die Einrichtung drogenfreier Bereiche in Städten und Gemeinden. Beim Mindestlohn verlangen sie eine Entbürokratisierung der Gesetzgebung. Dringend änderungsbedürftig seien die Dokumentations- und Haftungsfragen. Hier müsse der Bund Abhilfe schaffen.