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NWZonline.de Region Bremen

Elementarteilchen als Mini-Monster

28.09.2013

Bremen Wie kann man etwas ausstellen, das nicht zu sehen ist? Antworten auf diese Frage hat das Wissenschaftscenter Universum gefunden, und das war auch nötig – denn schließlich geht es in der neuen Sonderausstellung, die in der Schaubox des Universums gezeigt wird, um Elementarteilchen.

Und die sind ja wirklich klein, sehr klein. Obwohl sie helfen können, Antworten auf die ganz, ganz großen Fragen der Menschheit zu finden. Woraus besteht das Universum? Wie wirken Kräfte? Was geschah beim Urknall? Das Universum präsentiert die Photonen, Quarks und Gluonen nun in einem „Teilchenzoo“, der bis zum 30. Juni 2014 geöffnet bleibt. Konzipiert wurde die Schau gemeinsam mit dem Hamburger Forschungszentrum Desy.

Das Problem des Sichtbarmachens der kleinsten Bausteine der Welt lösten die Ausstellungsmacher mit zwei Tricks – sie „personalisieren“ die Elementarteilchen, indem sie sie als Mini-Monster mit Eigenschaften darstellen, die sich an den tatsächlichen Eigenschaften der Teilchen orientieren. Und was die Teilchen so machen und bewirken, das wird mit der Hilfe von Analogieexperimenten dargestellt, sagt Dr. Marion Budde, die die Ausstellung mitentwickelt hat. Ein Beispiel für so ein Analogieexperiment ist ein „Teilchenbeschleuniger“, bei dem die Besucher herausfinden müssen, auf welche Weise sie Elektronen am besten beschleunigen und über eine Bahn bewegen können. Minigolfbälle stellen die Elektronen dar.

„Stabiler Typ“, „pessimistisch“ (negativ geladen!), „leicht ablenkbar“ – diese (und andere) Eigenschaften schreiben die Zoodirektoren von Desy und Universum den Elektronen zu. Die Eigenschaften der verschiedenen Teilchen (und damit der bunten Monster, die sie darstellen) finden sich auch im „Teilch-o-mat“ am Anfang der Ausstellung. Hier können Besucher zehn Fragen beantworten, um herauszufinden, welches Teilchen am besten zu ihnen passt – und das entsprechende Monster-Symbol auf eine Karte stempeln. So können Besucher mit ihrem „persönlichen“ Teilchen durch den „Zoo“ gehen. Das schafft schon mal eine enge Verbindung zum an sich ja recht abstrakten Thema.

Die Verblüffungseffekte mancher Experimente schaffen das ebenfalls – so, wie es in Wissenschaftscentern ja auch üblich ist. Die leuchtenden Effekte in einer Quark-Gluon-Plasmakugel können das ebenso wie das Experiment mit der UV-Strahlung, das Vitamine im Bonbon genauso zum Leuchten bringt wie die optischen Aufheller im Waschmittel. Jene kleinen Teilchen, die die weiße Wäsche erstrahlen lassen, ohne sie zwingend gereinigt zu haben. Der „Teilchenzoo“-Besucher erfährt auch, dass hinter Wärmestrahlung, Radiowellen und UV-Licht Photonen stecken. Und so weiter, und so fort. Nur füttern lassen sich die Bewohner des „Teilchenzoos“ natürlich nicht. Sie sollen ja ganz klein bleiben.

Der „Teilchenzoo“ ist für Erwachsene und Kinder ab zehn Jahren gedacht. Der Besuch der Ausstellung ist im Eintrittspreis (16 Euro, ermäßigt elf Euro) enthalten. Ein pädagogisches Begleitprogramm wird für Schüler ab der 4. Klasse angeboten.

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