Bremen - Was in den USA seit vielen Jahren an der Tagesordnung ist, steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen: Startup-Unternehmen. Damit sich das in Zukunft ändert, haben verschiedene Organisatoren das „Startup-Weekend Space“ ins Leben gerufen, Europas erste Veranstaltung, die gezielt kreative Köpfe der Raumfahrtbranche anspricht und am Wochenende 80 Teilnehmer aus 13 Ländern nach Bremen lockte.

„Es macht Spaß, Unmögliches zu tun“, steht auf einer Tafel im Bremer Innovations- und Technologiezentrum (Bitz). Das dachte sich wohl auch Elon Musk, der in der Gründerszene seit Jahren als Held gefeiert wird. Mit gerade einmal 24 Jahren, 1 800 Dollar Startkapital, einem Auto und einem Computer gründete er 1995 die Firma „Zip2“. Fünf Jahre später wurde sein Unternehmen aufgekauft – für 290 Millionen Euro.

Die Idee der Bremer Veranstaltung sei, die Kultur der Startups zu etablieren und jungen Leuten die Chance zu geben sich auszutauschen, sagte Mitorganisator Sebastian Marcu.

Eine Gruppe junger Belgier, Polen, Briten und Schweden feilen an einem Programm, welches ermöglichen soll, Satelliten besser herstellen zu können. Dazu werten sie riesige Datenmengen aus.

Insgesamt elf Teams hatten jeweils fünf Minuten Zeit für die Präsentation und für eventuelle Fragen anderer Teammitglieder. Die Ideen reichten von speziellen Softwareprogrammen, der Entwicklung von Raketen und Internetseiten, für die die Ingenieure, Designer und Juristen schlaflose Nächte gern in Kauf nehmen.

Können sie mit ihrer Idee Eindruck schinden, winkt den besten drei Gruppen jeweils ein Preis. Das Siegerteam wird über ein Jahr lang von Raumfahrtexperten bei der Verbesserung seines Konzeptes begleitet. Am Ende könnte die Idee auch diese jungen Leute zu millionenschweren Unternehmern machen – Elon Musk lässt grüßen. Organisator Sebastian Marcu jedenfalls ist überzeugt: „Es wird eine Zukunft für diese Projekte geben.“