Bremen - Zwei Jahre haben die Vorbereitungen in Anspruch genommen – jetzt hat die Deutsche Krebsgesellschaft die Klinik für Dermatologie und Allergologie am Klinikum Bremen-Mitte als erstes Hautkrebszentrum im Nordwesten anerkannt und entsprechend zertifiziert.
„Die Messlatte dafür liegt hoch“, sagt eine Sprecherin. „Die Zahl der behandelten Patienten muss dafür eine Mindestzahl überschreiten, um Erfahrung voraussetzen zu können. Ebenso muss es eine ausreichende Zahl an Fachärzten und Pflegekräften geben.“ Weitere Voraussetzungen seien eine moderne technische Ausstattung sowie begleitende psychologische und soziale Angebote, um „eine ganzheitliche Behandlung zu gewährleisten“. So sei die psychoonkologische und sozialmedizinische Mitbetreuung „intensiviert und standardisiert“ worden. Es wurden „neueste medizintechnische Geräte angeschafft“ und die Abläufe in der Klinik neu strukturiert.
„Die Patientenversorgung hat sich deutlich verbessert. Wir bieten ein komplettes modernes Hautkrebszentrum“, sagt Dr. Markus Zutt, Direktor der Klinik. Als Kernstück der Neuaufstellung bezeichnet er die Etablierung einer wöchentlichen interdisziplinären Hauttumorkonferenz, bei der Krankengeschichten von Patienten vorgestellt und von den Fachärzten verschiedener Disziplinen begutachtet werden.
Für die Patienteninformation hat die Klinik ebenfalls einiges getan. Gemeinsam mit der Bremer Krebsgesellschaft hat sie eine Selbsthilfegruppe speziell für Hautkrebspatienten ins Leben gerufen. Diese trifft sich an jedem ersten Montag im Monat um 19 Uhr in den Räumen der Bremer Krebsgesellschaft (Am Schwarzen Meer 101). Dabei sind regelmäßig Fachärzte der Klinik für Dermatologie, die Fragen beantworten und neue Therapieverfahren vorstellen.
2015 hat die Klinik für Dermatologie und Allergologie etwa 2200 Patienten stationär und etwa 3500 Patienten tagesklinisch behandelt.
