Bremen - Von einer Tageslicht gefluteten Mensa führt der Weg zu den „Lernlandschaften“ mit Blick ins Grüne. So könnte der „Ohlenhof-Campus“ in Gröpelingen aussehen, zumindest in der Vorstellung von Architekten. Wettbewerbsbeiträge zur „Schule der Zukunft“ sind derzeit im Foyer der Baubehörde im Siemenshochhaus zu sehen.

Dass diese Schulgebäude wenig mit den Betonklötzen vergangener Jahrzehnte gemein haben, sei nicht nur eine Folge sich wandelnden Geschmacks, sondern vor allem bildungspolitischer Konzepte: Ganztagsschulen und Inklusion forderten räumliche Umgestaltungen für Nachmittagsaktivitäten und barrierefreie Zugänge, heißt es.

In der Mensa des Kippenberg-Gymnasiums diskutierte der bildungspolitische Sprecher der CDU, Thomas vom Bruch, mit Schulleitern und Elternvertretern. Gegenstand war die Formulierung einer Zwischenbilanz zum Bremer Bildungskonsens: Senat und Opposition hatten sich 2009 auf die Koexistenz der heute 33 Oberschulen und acht Gymnasien geeinigt, das so genannte Zwei-Säulen-Modell. Auch wenn er heute die Gefahr sehe, dass der Senat sich zum Nachteil der traditionellen Gymnasien zu sehr um die Oberschulen bemühe, habe es der Kompromiss ermöglicht, jenseits ideologischer Konflikte über konkrete Fragen zu diskutieren.

Franz Jentschke, Schulleiter der Gesamtschule-Ost, und sein Kollege Hermann Pribbernow vom Kippenberg-Gymnasium waren sich einig: „Es ist uns wichtig, kein Kind verloren zu geben“, sagte Jentschke. Sorge bereitet Pribbernow die zukünftige Verfügbarkeit qualifizierter Lehrkräfte im Haushaltsnotlageland.