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NWZonline.de Region Bremen

Expertin klärt über Logistik der Windenergie auf

25.03.2013

Bremen Bei der Diskussion über steigende Strompreise geraten deutsche Offshore-Windparks als Kostentreiber der Energiewende zunehmend in die Kritik. Dr. Kerstin Lange erklärte am Sonnabend bei „Wissen um 11“ im Haus der Wissenschaft, warum der Bau von Offshore-Anlangen in Deutschland schwieriger ist als im Ausland.

Kerstin Lange BILD: Nina Seegers

Referentin mit Projekterfahrung

Kerstin Lange arbeitet in der Energielogistik am Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik und hat bereits diverse Forschungs- und Industrieprojekte im Bereich Offshore-Wind geleitet.

In ihrem 30-minütigen Vortrag „Offshore Windenergie – ein bisschen Logistik“ erklärte sie, dass im Gegensatz zum Ausland die Windkraftanlagen in Deutschland viele Kilometer von den deutschen Küsten entfernt sind, wo das Wasser extrem tief ist. Deshalb müssten die Windkraftanlagen sehr groß sein. „In Zukunft soll allein der Teil über der Wasseroberfläche knapp 300 Meter hoch sein“, sagte Lange. So führe der Transport einzelner Komponenten, die mehrere hundert Tonnen schwer sind, zu großen logistischen Herausforderungen. Spezielle Krananlagen und Schiffe seien nötig. Dabei seien die Installationsschiffe so breit, dass sie zum Teil gar nicht erst durch die Schleusen passten. Außerdem könnten die Schiffe nur unter bestimmten Windbedingungen raus auf die See fahren. Lange betonte, die deutsche Offshore-Industrie stecke noch in den Kinderschuhen. Es gebe noch viele Probleme zu meistern und die logistischen Strategien zu überdenken.

Nach dem Vortrag gab es aus dem Auditorium viele Nachfragen. Eine Frau wollte wissen, warum die Offshore-Anlagen denn überhaupt so viele Kilometer von den deutschen Küsten entfernt sein müssten. „Dafür gibt es vor allem zwei Gründe“, sagte Lange. Zum einen sei das Wattenmeer Naturschutzgebiet. „Zum anderen findet der durchschnittliche Deutsche die Anlagen hässlich und möchte sie nicht in seinem Blickfeld haben.“

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