BREMEN
– Standing Ovations, drei Zugaben und jede Menge strahlender Gesichter, das war das Resultat des ersten Gala-Abends der Bremer Musical Company (BMC) im Waldau-Theater. Vor ausverkauftem Haus bot das Ensemble eine Kurzreise durch die Welt der Musicals.Thomas Blaeschke, Leiter der Bremer Musical Company, moderierte zwischen „Sunset Boulevard“, „Cinderella“ und „Phantom der Oper“ durch den Abend und begleitete die einzelnen Nummern am Piano. Obgleich im neuen Domizil nicht alles wie erhofft vorhanden war, schaffte das Team pünktlich den Rahmen für einen umwerfenden Gala-Abend.
Die Eröffnung war klassisch: In kurzen schwarzen Glitzerkostümen, mit goldenen Zylindern und schwarzen Stöcken tanzte das Ensemble nach „New York, New York“.
Kostproben aus „Evita“, „Jekyll & Hyde“, „Starlight Express“ oder „Tanz der Vampire“ folgten und boten Einblick in die volle Bandbreite des Musicals.
Durch die vorgebaute Bühne kamen die Darsteller weit ins Publikum, links saßen die Streicher, rechts standen Piano, Schlagzeug und Bass. Als sich zum „Tanz der Vampire“ die Halbtoten ihren Weg durch das Publikum bahnten, erlebten die Gäste Musical hautnah.
Neben den großen Broadway-Stücken bestachen auch die Eigenproduktionen. „Cinderella und der Schuh zum Glück“ führte in eine bunte Märchenwelt. In „Maria Stuart“ fragten sich die beiden Königinnen, was wäre, wenn sie ganz einfache Menschen wären. Besonders begeisterten die jungen Darsteller der hauseigenen „European Musical Acadamy (EUMAC).
Ein Beispiel für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit sind Christina Maria Brenner, die schon drei Wettbewerbe gewann, oder Saskia Dreyer, die die Hauptrolle in „Cinderella“ spielte.
Das Programm machte Lust auf mehr. Ob Gala-Abende, „Tuesday Night Shows“ oder „Musical Dinners“ – die Company wartet mit vielen Ideen auf. Sogar Niederdeutsch soll es geben.
