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NWZonline.de Region Bremen

Geheimnisvolle Welt der Ozeane

16.07.2016

Bremen Der „Schmarotzer-Stumpfnasenaal“ trägt nicht nur einen ungewöhnlichen Namen, er ernährt sich auch auf spezielle Weise: Durch die Augen bohrt er sich in den Körper anderer Fische und frisst sie von innen her auf. Auf diesen und andere Bewohner der „Meere und Ozeane“ treffen Besucher des Ausstellungsschiffes „MS Wissenschaft“, das noch bis Sonntag, an der Tiefer liegt.

An Bord des 100 Meter langen Frachtschiffes ist im Wissenschaftsjahr 2016/2017 die Ausstellung „Meere und Ozeane“ zu sehen. Besucher tauchen hier ein in eine geheimnisvolle Welt, erkunden Lebensräume wie Küste, Tiefsee und Eismeer und erhalten Einblicke in die Arbeit von Forschern. Die Ausstellung zeigt, welche Bedeutung die Weltmeere für das Klima haben, welche Rolle sie als Rohstoffquelle spielen und wie sie sich schützen lassen.

Denn die Ozeane sind bedroht, nicht nur durch den steigenden Ausstoß von Kohlenstoffdioxid. Lisa Battermann (15 Jahre) und ihre Schwester Paula (17) staunen. „Ich hätte nie gedacht, dass es 450 Jahre dauert, bis eine Plastikflasche im Meer abgebaut ist“, sagt Paula. Am Ausstellungsexponat „Ein Meer aus Plastik“ scannen sie verschiedene Verpackungen wie eine Plastiktüte und eine Shampooflasche. Während es sechs Wochen braucht, um eine Zeitung im Meer abzubauen, enthalten viele Kosmetikartikel Mikroplastik – dessen Abbauzeit ist unbekannt bis unendlich. „Es bilden sich bereits riesige Müllteppiche auf den Ozeanen, die größer sind als Deutschland“, weiß Dominik Auch, der auf dem Ausstellungsschiff als „Lotse“ Fragen beantwortet.

Insgesamt sechs Bremer Institute zeigen auf dem Schiff, woran sie arbeiten. Mit Hilfe einer „Virtual-Reality“-Brille des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenökologie (ZMT) etwa tauchen Besucher in ein tropisches Korallenriff ein und erhalten Infos zu Dynamitfischerei und Korallenbleiche. Im Tiefseekino des Zentrums für Marine Umweltwissenschaften (Marum) lernen sie Bewohner der Tiefsee kennen. Das Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie zeigt den Roboter „Lancelot“, der als eine Art „Hilfswissenschaftler“ den Meeresboden untersucht.

Insgesamt 30 Exponate hat die sehenswerte wie abwechslungsreiche Ausstellung auf dem Frachter zu bieten. Zu sehen ist sie noch heute und morgen, jeweils von 10 bis 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

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