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NWZonline.de Region Bremen

Gericht sieht Anklage in Teilen entkräftet

24.08.2016

Bremen Im Wirtschaftsstrafprozess um die Bremer Reederei Beluga sieht das Gericht in einer vorläufigen Bewertung die Anklage gegen Ex-Chef Niels Stolberg in Teilen als entkräftet an. In der dritten Anklageschrift von Januar 2014 gebe es aus Sicht der Kammer keinen objektiven Tatbestand für den Vorwurf des Betruges, sagte die Vorsitzende Richterin Monika Schaefer am Dienstag im Bremer Landgericht. Diese Auffassung habe die Kammer den Prozessbeteiligten auch in einem Gespräch am 17. August mitgeteilt. Auch plane die Kammer derzeit keine weitere Zeugenvernehmungen. Die Bremer Reederei ging 2011 in Insolvenz.

Die beiden Verhandlungstermine in der kommenden Woche wurden aufgehoben und sollen zum Aktenstudium im Selbstleseverfahren genutzt werden. Unklar blieb, ob der seit sieben Monaten laufende Prozesses tatsächlich bis zum 26. Oktober fortgesetzt wird oder ob der Prozess möglicherweise früher beendet werden kann. Vor Gericht müssen sich neben Stolberg drei weitere Ex-Beluga-Manager verantworten. Ihnen werden in unterschiedlicher Beteiligung Kreditbetrug, Betrug, Bilanzfälschung und Untreue vorgeworfen. Bei einem Schuldspruch wären auch Haftstrafen nicht ausgeschlossen.

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