Bremen - Er ist entschieden: Der Fassadenwettbewerb für den Neubau des abgebrannten Textilhauses „Harms am Wall“ in Bremen. Eine Jury wählte aus fünf Entwürfen die Arbeit des Bremer Architekten Frank Püffel aus.

Sein Entwurf soll Grundlage für die weitere Planung und Umsetzung der Fassade mit einem neuen Durchgang zur Museumsstraße sein, wie Jens Tittmann, Sprecher des Bauressorts, nun sagte.

Fünf Büros aus dem Bundesgebiet waren für das Verfahren eingeladen worden. Die Arbeiten wurden anonym eingereicht, wie es heißt. Jetzt entschied sich die Jury unter Vorsitz des Hamburger Architekten Bernhard Winking einstimmig für Püffels Entwurf. Neben Eigentümer Marco Bremermann gehörten Senatsbaudirektorin Iris Reuther, Landeskonservator Georg Skalecki, Marianne Grewe-Wacker (Wirtschaftsressort), Architekt Jörg Springer, Angela Weiskopf und Stefan Dierks (beide Bauressort), Ulrike Mansfeld (Hochschule), Ortsamtsleiterin Hellena Harttung, Jan-Peter Halves (City-Initiative) und der Breme Architekt Martin Pampus zur Jury. Letzterer plant für Bremermann die Immobilie, in der Handelsflächen, Büros und Wohnungen Platz finden sollen.

Reuther freute sich über den „ansprechenden und gelungenen Siegerentwurf“: „Das Büro Frank Püffel hat eine hochwertige, elegante und gut gegliederte Fassade für den Wall und das neue Gesicht an der Herdentorswallstraße mit Bezug zur Museumstraße entworfen.“

Den Angaben zufolge soll die Fassade auf beiden Seiten, also zum Wall und zur Museumsstraße, aus Obernkirchener Sandstein bestehen, wie einige historische und neue Gebäude in Bremen. Vorgesehen ist eine „großzügige und einladende Passage“ (Reuther) über zwei Geschosse in gerader Linie. Sie lässt den Blick auf den Wall und die Katharinenpassage zu.

Auch Bauherr Bremermann äußerte sich „sehr zufrieden“ mit der gemeinsam gefundenen Lösung. „Mit dem Entwurf können wir gut weiterarbeiten“, sagte er. Alle fünf Entwürfe werden nach der Sommerpause im Foyer des Siemenshochhauses ausgestellt. Der genaue Termin für die „Ausstellung“ ist noch nicht bekannt, heißt es.