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NWZonline.de Region Bremen

Größtes unterirdisches Tanklager wird stillgelegt

22.03.2014

Bremen Das größte unterirdische Tanklager der Welt in Bremen wird voraussichtlich Mitte des Jahres stillgelegt. Noch gehört es dem Bund, lange Zeit wurde es von der Bundeswehr genutzt. Nachdem diese die Tankkapazitäten nicht mehr nutzen wollte, ging der Betrieb in die Hände eines Privatunternehmens über. Der Landrat des Kreises Osterholz, Bernd Lütjen, teilte am Freitag mit, die bestehende Betriebsgenehmigung solle zurückgegeben werden. Die Entscheidung sei ihm von den zuständigen Bundesbehörden mitgeteilt worden. Zuletzt hatte der Bund vergeblich nach einem Käufer gesucht.

Auf dem Gelände gibt es große Umweltprobleme: Das Grundwasser in der Umgebung ist mit giftigen Stoffen wie Benzol und Toluol belastet, für die Sanierung muss der Bund aufkommen.

Die Nazis hatten 1935 mit dem Bau der Anlage an der Weser begonnen, die 1941 fertiggestellt wurde. Sie erstreckt sich von Bremen-Farge über 3,6 Quadratkilometer bis auf das Gebiet der Gemeinde Schwanewede im niedersächsischen Osterholz. In den riesigen Tanks können 312 000 Kubikmeter Treibstoff gelagert werden. Um das Tanklager gegen Bomben zu schützen, wurden die 16 Behälterblöcke in der Erde vergraben. Die 78 Stahltanks sind mit etwa einem Meter Beton ummantelt, darüber liegen sechs Meter Erde.

Die Entscheidung zur Stilllegung stieß in Osterholz und Bremen auf Zustimmung. Umweltverbände und Bürgerinitiativen hatten sich gegen einen Weiterbetrieb engagiert. „Ich freue mich sehr über diese Nachricht, die das dauerhafte Ende des Tanklagerbetriebes in Farge einläutet und jetzt in greifbare Nähe rückt“, teilte Landrat Lütjen mit.

Bremens Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne) äußerte sich ähnlich. „Das ist eine sehr gute Nachricht für Bremen und unsere Nachbarn in Osterholz.“ Die Sanierung des Grundwasserschadens durch den Bund gehe natürlich weiter, betonte er. Die Bremische Bürgerschaft hatte sich im Januar für die Stilllegung des Tanklagers ausgesprochen. Sowohl in Bremen als auch im Landkreis Osterholz wird bereits überlegt, wie das Gelände später genutzt werden kann.

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