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NWZonline.de Region Bremen

Grüne wollen Raucherkneipen verbieten

08.08.2012

BREMEN Die Bürgerschaftsfraktion der Grünen will den Nichtraucherschutz im Land Bremen massiv verstärken und künftig keine Raucherkneipen mehr zulassen. Auch Raucherräume in Gaststätten solle es künftig nicht mehr geben, sagte am Dienstag die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Kirsten Kappert-Gonther. Das Nichtraucherschutzgesetz im rot-grün regierten Bundesland ist 2008 in Kraft getreten und läuft Ende des Jahres aus. Bis Dezember soll es eine Novelle oder eine Fortschreibung geben. Die SPD ist eher gegen eine Verschärfung.

Nach einer Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums ist Bremen bundesweites Schlusslicht beim gesetzlichen Nichtraucherschutz in der Gastronomie. Es gebe zu viele Ausnahmen und Defizite bei der Kontrolle, kritisierte kürzlich die Leiterin der Krebsprävention des Heidelberger Zentrums, Martina Pötschke-Langer. Selbst an die gültigen Bestimmungen würden sich viele Wirte nicht halten. Besonders schlimm sei die Situation in Kneipen und Bars, die zu 94 Prozent verraucht gewesen seien, stellten die Forscher in knapp 400 Gaststätten fest.

Geht es nach den Grünen, müssen sich künftig auch Fußballfans bei Heimspielen des Bundesligisten SV Werder Bremen im Weser-Stadion den blauen Dunst verkneifen. Rauchverbote soll es auf allen Sportanlagen und überdies auch auf Kinderspielplätzen geben. In Biergärten oder außerhalb von Gaststätten soll Rauchen hingegen erlaubt bleiben. Für die Gastronomie solle es Übergangsfristen geben, die „Jahre“ dauern könnten, so Kappert-Gonther.

Mit den neuen Regelungen würde Bremen nach Auffassung des Grünen-Fraktionschefs Matthias Güldner ein „halbgares Gesetz mit Augenmaß ändern“ und für klare Verhältnisse sorgen. Güldner rechnet allerdings mit „längeren kontroversen Verhandlungen“ zwischen Grünen und dem Koalitionspartner. Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Katrin Garling sagte, den Gastronomen müsse eine Chance gegeben werden, die Situation zu verbessern. Sie ist dafür, die Kontrollen und nicht das Gesetz zu verschärfen. Aber das müsse die Fraktion noch diskutieren.

In keiner anderen Landeshauptstadt gebe es so viele Raucherkneipen und Raucherräume wie in Bremen, mahnte Pötschke-Langer. „Da lediglich sechs Prozent der Bremer Kneipen und Bars rauchfrei sind, kann von einer Wahlfreiheit für die Nichtraucher keine Rede sein.“ Einen umfassenden Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens gebe es bislang nur in Bayern und im Saarland. Rauchen sei „Krebsrisiko Nummer 1“, warnte die Gesundheitsexpertin.

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