Bremen - Jetzt geht’s los mit dem „Neuen Hulsberg-Viertel“. Das erste Grundstück auf dem durch den Klinik-Teilneubau freiwerdenden 14-Hektar-Areal am Klinikum Mitte ist verkauft. Dort soll ein Ärztehaus entstehen. Investoren sind die Residenz-Gruppe des Bremer Unternehmers Rolf Specht und die Papenburger Bauunternehmung Johann Bunte.
Der Verkauf sei „der Türöffner für die weitere Entwicklung des Hulsberg-Viertels“, sagt Florian Kommer, Geschäftsführer der Hulsberg-Grundstücksentwicklungsgesellschaft (GEG).
Denn: „Es gibt Überlegungen, dass heute am Klinik-Standort ansässige Mediziner Mieter im Ärztehaus werden. Das heißt, die müssen erst in das neue Ärztehaus einziehen, ehe wir weitere Abbruchmaßnahmen im Zusammenhang mit dem ,Neuen Hulsberg-Viertel‘ einleiten können. Für uns ist das Ärztehaus also ein echtes Schlüsselprojekt.“ Die Praxen im Ärztehaus werden auf das medizinische Spektrum des Klinikums Mitte abgestimmt sein, sagte Tomislav Gmajnic, Geschäftsführer der Gesellschaft Gesundheit Nord.
Mit Blick auf die Entwicklung des Areals mit knapp 40 Gebäuden – von denen drei unter Denkmalschutz stehen und ein paar weitere nach Möglichkeit erhalten bleiben sollen – wird nun aufs Tempo gedrückt. Das Grundstück will die GEG in der zweiten Jahreshälfte 2017 an den Käufer übergeben. Die Ärztehaus GmbH hat sich verpflichtet, innerhalb einer Frist von zwölf Monaten nach dem Vertragsabschluss am Freitag einen Bauantrag einzureichen. Nach der Genehmigung soll dann zügig gebaut werden, hieß es weiter.
Auf den übrigen Flächen des „Neuen Hulsberg-Viertels“ laufe der Klinikbetrieb weiter, bis der Krankenhausneubau an der Bismarckstraße in Vollbetrieb geht, sagte Kommer. Voraussichtlich Ende 2018 wird es soweit sein. Dann folgen verschiedene Abriss- und Infrastrukturmaßnahmen. Danach wiederum sei mit „baufähigen Grundstücken“ zu rechnen, sagte Kommer mit Blick auf 2020/21.
