Bremerhaven - Die Hilfsorganisation „SOS Mediterranee“ will in der kommenden Woche von Bremerhaven aus mit dem von ihr gecharterten Rettungsschiff „Aquarius“ Kurs auf das Mittelmeer nehmen. Dort sollen Flüchtlinge vor dem Ertrinken bewahrt werden, teilte die Organisation am Freitag mit. Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) will die „Aquarius“ am kommenden Donnerstag in Bremerhaven verabschieden.

Die zentrale Mittelmeerroute von den Küsten Libyens nach Lampedusa und Sizilien sei nach wie vor die gefährlichste und vor allem tödlichste Fluchtroute der Welt, sagte der Vorsitzende der Hilfsorganisation, Kapitän Klaus Vogel. Die 77 Meter lange „Aquarius“ kann nach Angaben Vogels unter Deck bis zu 500 Personen aufnehmen.

Die Rettungseinsätze sollen am 25. Februar beginnen. Koordiniert werden sie von einer Leitstelle in Rom. Die an Bord genommenen Flüchtlinge sollen zunächst von Medizinern des Partners „Ärzte der Welt“ versorgt werden.

Das Rettungsschiff soll zunächst drei Monate zur Verfügung stehen.

Voraussichtlich ab März will die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in der Ägäis mit einem ausgemusterten Rettungskreuzer helfen: Die „Minden“ liegt derzeit noch in Wilhelmshaven und wird gerade für den Einsatz ausgerüstet.

Ein Privatmann hatte das Schiff gekauft und stellt es nun unentgeltlich zur Verfügung.