Bremen - Die Hochschule Bremen schlägt erneut Alarm: Zwar ist der neue Hochschulentwicklungsplan noch nicht fertig – klar ist aber: Die Hochschule wird ihre Studentenzahlen massiv reduzieren müssen. Das geht aus einem internen Strategiepapier der Hochschule hervor. Die Gesellschaftswissenschaften fürchten sogar eine „Zerschlagung“ ihrer Fakultät.
Bereits im Dezember hatte Hochschul-Rektorin Prof. Karin Luckey vor dem Studienplatz-Abbau gewarnt, falls nicht mehr Geld für die Einrichtung zur Verfügung gestellt würde.
Im Wintersemester 2011/12 hatte die Hochschule 1871 Studenten im ersten Semester aufgenommen – finanzierbar werden laut dem „strategischen Entwicklungsplan“ künftig nur 1200 sein. Dass das geringfügige Einwohnerwachstum, auf das die Stadtgemeinde Bremen stolz ist, sich vollkommen durch die steigende Zahl der gemeldeten Studenten erklären lässt, zählt nicht. Bremen kann sich so viele Hochschulplätze nicht leisten.
Rund die Hälfte der 8000 Studenten der Hochschule kommen aus anderen Bundesländern. Selbst, wenn diese alle ihren Wohnsitz nach Bremen verlegen würden, brächte das über den Länderfinanzausgleich „nur“ rund zwölf Millionen Euro im Jahr an zusätzlichen Einnahmen. Die Zuschüsse an die Hochschule werden nicht gesenkt, versichert die senatorische Behörde. Aber sie werden auch nicht erhöht.
In dem „Entwicklungsplan“ hat die Hochschulleitung nun die aus ihrer Sicht notwendigen Schritte skizziert: Hochschullehrer-Stellen müssen abgebaut werden, Studiengänge ganz geschlossen oder zumindest miteinander verschmolzen werden. Die Fakultät 1 etwa, in der die Studiengänge wie Volkswirtschaft angesiedelt ist, soll von derzeit 500 auf 360 Studienanfänger-Plätze schrumpfen.
